Pipilotti Rist - Video-Kunst im öffentlichen Raum

Münster (dpa) - Die Videokünstlerin Pipilotti Rist präsentiert erstmals ein Werk im öffentlichen Raum. Die Schweizerin stellte am Dienstag in Münster das Video «Münsteranerin» vor. Es wird im für die Öffentlichkeit frei zugänglichen Innenhof eines Museumsneubaus an eine Wand geworfen.

Seine farbenstarke Wirkung entwickelt das Werk nach Sonnenuntergang. Die bewegten Bilder, die zum Teil mit einer Hochgeschwindigkeitskamera aufgenommen wurden, sind aus verschiedenen Blickwinkeln auch aus dem Museumsinneren zu sehen.

Das Gebäude wird am 20. September nach fünf Jahren Bauzeit als Teil des Landesmuseums für Kunst und Kultur geöffnet. Der Berliner Architekt Volker Staab hat den knapp 50 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau entworfen.

Rist spielt in den Video mit tanzenden Blumen und deren menschlichen Zügen, mit Wasser, Strand, Lippen und Luftaufnahmen der Stadt Münster. «Mich interessiert die Schwelle zwischen Innen und Außen. Das Werk zeigt eine Mischung zwischen dem, was dieser Platz brauchen könnte und dem, was mich interessiert», sagte die Schweizerin bei der Vorstellung. In der «Münsteranerin» zeigt die 52-Jährige ungewöhnlich wenig nackte Haut. «Wenn die Münsteraner sagen, ich bin doch viel wilder als diese Arbeit, dann wäre das ein guter Effekt», sagte die Schweizerin über ihre ungewohnte Zurückhaltung. Das tonlose Werk ist 16 Minuten lang und läuft als Endlosschleife.

Die Künstlerin im Internet

Pressemitteilungen LWL-Museum

SOCIAL BOOKMARKS