Trio Elaiza tritt beim ESC-Vorentscheid an

Hamburg (dpa) - Das Trio Elaiza hat sich das letzte Ticket für den Vorentscheid zum Eurovision Song Contest (ESC) gesichert.

Die Musikerinnen aus Berlin gewannen am Donnerstagabend bei einem Clubkonzert in Hamburg die sogenannte Wildcard und dürfen damit als achter Bewerber ins Rennen um die Teilnahme am ESC-Finale in Dänemark gehen. Sieben Kandidaten für den Vorentscheid hatte der federführende Norddeutsche Rundfunk (NDR) bereits bekanntgegeben. Für den noch offenen Startplatz lief ein Wettbewerb im Internet auf dem Videoportal YouTube. Dessen zehn Finalisten traten im «Edelfettwerk» auf und kämpften in einer im TV und Internet übertragenen Show um die Stimmen der Zuschauer.

Bei der Qualifikation am 13. März in Köln trifft das Trio auf die Konkurrenten Das Gezeichnete Ich, Madeline Juno, MarieMarie, Oceana, Santiano, The Baseballs und Unheilig. «Wir freuen uns wie die Mettigel», jubelten die Damen um die ukrainisch-deutsche Sängerin und Songwriterin Ela (21). Die geballte Frauenpower siegte mit dem eigenen Song «Is It Right» zu Akkordeon- und Kontrabassklängen. Ela und Bandkollegin Yvonne (29) hatten sich einst bei einer Schnapsverkostung kennengelernt, kurz danach stieß Natalie (28) dazu.

«Total irre», meinte Ela auf der Pressekonferenz im Anschluss und rief: «Jetzt fahren wir nach Köln - zu den Großen!». Angesprochen auf die Umwälzungen in ihrer ukrainischen Heimat meinte sie: «Ich hoffe mal, dass es jetzt ins positive Licht rückt. Ich verstehe, dass die Ukrainer ein bisschen skeptisch sind, denn es wurde oft versprochen, nicht gehalten. Aber ich denke mal, wir sind auf einem guten Weg für die Ukraine.»

Für das achte Ticket waren 2240 Bewerbervideos auf YouTube hochgeladen worden. Das Finale zeigte unter anderem das NDR Fernsehen live, moderiert von Barbara Schöneberger. Die 39-jährige Entertainerin, die am 5. März 40 wird, stimmte sich schon mal auf ihre weiteren ESC-Einsätze in der ARD ein - die Qualifikation «Unser Song für Dänemark» sowie die Reeperbahn-Party zum ESC-Finale - und begrüßte die Zuschauer als «Barbara Fleischberger» aus dem Club «Edelfettwerk» («Edelfett - das ist auch mein Spitzname in der Branche»).

Roman Lob, 2012 ESC-Achter und als Stargast in Hamburg dabei, drückt den Wildcard-Inhabern besonders die Daumen für die nächste Runde. Frischer Wind durch Musikernachwuchs könne der ESC gebrauchen, sagte der Sänger im Interview mit eurovision.de kurz vor Beginn des Konzerts. Manche der jungen Teilnehmer standen zum ersten Mal vor großem Publikum. Während einige auf Coverversionen setzten, reisten andere wie Elaiza mit eigenen Songs an.

Das europaweite Finale des seit 1956 jährlich stattfindenden Liederwettbewerbs steigt am 10. Mai in Kopenhagen. Deutschland, bislang mit den Sängerinnen Nicole (1982) und Lena Meyer-Landrut (2010) zweimal auf dem ESC-Thron, war im vergangenen Jahr mit Cascada auf Platz 21 gelandet.

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