Yes starten Deutschlandtour

Dresden (dpa) - Die Artrock-Band Yes ist zurück in Deutschland. Beim Auftaktkonzert ihrer Tour durch sechs deutsche Städte wurden die Briten am Dienstagabend im Dresdner Kulturpalast gebührend gefeiert, auch wenn die Techniker nicht ihren besten Tag erwischt hatten.

Im Anschluss wurde gerätselt, ob sie den Soundcheck nicht doch eher auf dem angrenzenden Weihnachtsmarkt verbummelt hatten. Bisweilen wirkte es so, als stünden die Musiker um Chris Squire und Steve Howe auf dem Dresdner Hauptbahnhof - so wattig und dumpf waren die Stimmen der Musiker zu hören.

Die Band, die ihre beste Zeit in den 1970er Jahren hatte, begann mit «Yours Is No Disgrace», einer alten Nummer vom 1971 erschienenen «The Yes Album». In den folgenden reichlich zwei Stunden tauchten neben Songs der neuen Scheibe «Fly From Here» immer wieder Klassiker der Bandgeschichte wie «And You And I» und «Wonderous Stories» auf. Für die gab es auch den meisten Beifall. Als Rausschmeißer diente «Starship Trooper», dann folge noch eine Zugabe. Howe spielte einen akustischen Part solo. Mehrfach animierte vor allem Sänger David Benoit das Publikum zum Mitklatschen - für eingefleischte Yes-Fans eine eher ungewohnte Botschaft.

Yes gehörte neben Bands wie Genesis, Emerson Lake and Palmer oder King Crimson zur Abteilung Progressive oder Art Rock. Solche Bands produzierten in den 1970er Jahren Konzeptalben. Yes-Songs - so hieß damals auch ein Dreifach-Album der Briten - kamen selten auf eine Länge von unter 10 Minuten. Platten wie «Close To The Edge» oder «Tales From Topografic Ocean» gelten bis heute als Meilensteine der Rockgeschichte. Nach einem Auftritt am Mittwoch in Stuttgart ist Yes an den folgenden Tagen in Oberhausen, Nürnberg, München und Bielefeld zu erleben.

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