Bahnstreik bremst Reisende und Pendler in Frankreich aus

Paris (dpa) - Ein Bahnstreik hat in Frankreich weite Teile des öffentlichen Verkehrs lahmgelegt. Im ganzen Land fielen am Mittwoch zahlreiche Nah- und Fernverkehrszüge aus.

Die Bahngesellschaft SNCF musste nach eigenen Angaben auf manchen Strecken zwei Drittel ihres normalen Angebots streichen. Überwiegend normal lief nur der internationale Verkehr. Die Verbindungen von und nach Deutschland konnten vorerst aufrechterhalten werde.

Die auf diesen Donnerstag ausgeweitete Protestaktion richtete sich gegen eine von der Regierung geplante Bahnreform. Sie geht den Gewerkschaften nicht weit genug und konzentriert sich ihrer Meinung nach zu sehr auf Spareffekte. Mit der Reform soll unter anderem der 1997 ausgegliederte Netzbetreiber Réseau Ferré de France (RFF) wieder mit dem Bahnkonzern SNCF zusammenkommen.

Verschärft wurden die Auswirkungen des Bahnstreiks durch die internationale Protestaktion von Taxifahrern. Rund 500 Wagen blockierten am Mittwochmorgen kurzzeitig den Verkehr an den Pariser Flughäfen Charles de Gaulle und Orly und rollten anschließend im Schneckentempo in Richtung Innenstadt. Wie auch in anderen Städten Frankreichs und Europas demonstrierten Taxifahrer mit der Aktion gegen die Konkurrenz durch alternative Fahrdienste.

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