Bauern bekommen bis zu 600 Millionen Hochwasser-Hilfe

Brüssel/Berlin (dpa) - Deutsche Bauern können nach dem verheerenden Hochwasser mit bis zu 600 Millionen Euro an Nothilfen rechnen. Die EU-Kommission genehmigte am Dienstag die deutschen Hilfsgelder.

Die Länder und die Bundesregierung stemmen jeweils die Hälfte der Summe, erläuterte das Bundeslandwirtschaftsministerium. Das Geld soll im laufenden und im kommenden Jahr fließen. Die Unterstützung an die Landwirte gilt als Staatshilfe und bedarf deshalb der Genehmigung der EU.

Dass die ganze Summe ausgeschöpft wird, ist nach Angaben des Berliner Ministeriums unwahrscheinlich. Derzeit hätten die Landwirte Schäden von rund 400 Millionen Euro gemeldet. Davon entfielen die Löwenanteile von jeweils 117 Millionen Euro auf Bayern und Sachsen-Anhalt. «Wir schließen nicht aus, dass die Schadenssumme noch steigt», sagte ein Sprecher. Schließlich fließe das Wasser derzeit noch ab.

Die Hilfen für Land-, Forst- und Fischwirtschaft fallen dem Ministerium zufolge allerdings deutlich geringer aus als der gemeldete Schaden - schließlich springen neben dem Staat auch Versicherungen ein. Bisher sind den Angaben zufolge 120 Millionen Euro an Soforthilfen eingeplant. Nicht ausgegebene Mittel von den 600 Millionen könnten auch bei eventuellen weiteren Naturkatastrophen bis Ende 2014 eingesetzt werden.

EU-Kommission zu staatlichen Beihilfen im Agrarsektor

Bundeslandwirtschaftsministerium zu Hochwasserhilfen

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