Brot bleibt in der Corona-Krise gefragt
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Sollte der Lockdown noch viele weitere Wochen dauern ist eine Pleitewelle zu befürchten. Foto: picture alliance / dpa
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Berlin (dpa) - Die Corona-Krise trifft auch die Bäckereien in Deutschland, dabei verkauft sich Brot sogar besser als zuvor. Darauf weist der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks in Berlin hin.

Nach dessen Einschätzung sind die Umsätze der Bäcker im Schnitt um 40 Prozent zurückgegangen. Wie stark die einzelnen Betriebe betroffen sind, hänge vor allem vom Geschäftsmodell und von der Lage ab. Verkaufsstellen an touristisch geprägten Orten, in Fußgängerzonen und an Flughäfen verzeichneten zum Teil Umsatzverluste von 90 Prozent.

Außerdem haben dem Verband zufolge rund 80 Prozent aller Innungsbäcker einen Café-Bereich, der seit Wochen geschlossen ist. Sollte der Lockdown noch viele weitere Wochen dauern und kein weiteres Rettungspaket beschlossen werden, von dem die mittelständisch geprägte Bäckerbranche profitiere, sei eine Pleitewelle zu befürchten.

Die Corona-Krise hat auch das Kaufverhalten verändert: Statt unterwegs essen die Menschen in Deutschland wieder mehr zu Hause. Bei den Bäckern ist Brot stark gefragt. Torten und Kuchen werden dagegen weniger gekauft, weil Familienfeiern und Kaffeeklatsch derzeit ausfallen. Daten dazu liegen dem Verband noch nicht vor.

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