Dax berappelt sich - «Lieber Ende mit Schrecken» bei Griechen

Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt scheinen im griechischen Schuldenstreit langsam ein dickes Fell zu bekommen.

Nachdem der Dax am Dienstagmorgen zeitweise um mehr als 1,4 Prozent eingeknickt war, stand der Leitindex gegen Mittag noch 0,23 Prozent im Minus bei 10 897,70 Punkten. Die griechische Regierung hatte am Vorabend zum zweiten Mal binnen weniger Tage Gespräche über den Umgang mit ihren Milliardenschulden platzen lassen.

«Auch wenn keine großen Erwartungen an das gestrige Eurogruppen-Treffen geknüpft wurden, zeigen sich die Marktteilnehmer enttäuscht», kommentierte Analyst Andreas Paciorek von CMC Markets. «Denn die Fronten verhärten sich zunehmend.»

Die tatsächliche Reaktion auf einen «Grexit» - also ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone - sei trotz der bisherigen Gelassenheit am Markt schwer einzuschätzen. «Allerdings wäre den Börsen wohl auch in diesem Fall ein Ende mit Schrecken lieber als ein Schrecken ohne Ende», glaubt der Experte.

Auch die anderen Indizes konnten ihre anfänglichen Verluste bis zum Dienstagmittag eindämmen: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,24 Prozent auf 19 237,06 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax 0,52 Prozent auf 1515,09 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab zuletzt noch um 0,26 Prozent auf 3424,37 Punkte nach.

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