Devisen: Euro hält sich etwas unter 1,32 US-Dollar

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat sich am Freitag im US-Handel etwas unter der Marke von 1,32 Dollar gehalten. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,3173 US-Dollar. Im europäischen Nachmittagshandel war der Euro bis auf 1,3182 Dollar geklettert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3116 (Donnerstag: 1,3057) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7624 (0,7659) Euro.

"Meldungen, nach denen Finanzminister Wolfgang Schäuble Chef der Eurogruppe werden könnte, haben den Euro beflügelt", sagte Thomas Amend, Devisenexperte beim Bankhaus HSBC Trinkaus. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) soll laut Presseberichten bei den anderen Regierungschefs der Euro-Länder für Schäuble als Nachfolger von Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker geworben haben. Da Schäuble als stabilitätsorientierter Politiker gilt, habe sich dies positiv auf den Euro ausgewirkt, sagte Amend. Allerdings wollte Schäuble selbst die Gerüchte nicht kommentieren.

Zudem hatte sich in den USA das Verbrauchervertrauen der Universität von Michigan im März überraschend eingetrübt. Zuletzt hatten eine Reihe von positiv ausgefallene Konjunkturdaten den Dollar beflügelt. Die enttäuschenden Daten hätten daher den Dollar gedrückt, sagte Amend. Zudem seien an Freitagen angesichts des dünneren Handels die Kursausschläge oft größer.

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