K+S investiert 2,4 Milliarden Euro in Kanada

Kassel (dpa) - Der Salz- und Düngemittelhersteller K+S baut seine Präsenz in Nordamerika aus und investiert dafür in den nächsten Jahren rund 2,4 Milliarden Euro in die Erschließung einer Kali-Lagerstätte in Kanada.

Der Aufsichtsrat habe die Investitionen für das Projekt bewilligt, teilte K+S am Dienstag in Kassel mit. Nach ersten Bohrungen und Arbeiten an Straßen sowie der Wasser- und Stromversorgung will K+S bis 2015 eine Kali-Produktion aufbauen. Ab dem Folgejahr soll sie Gewinne abwerfen und danach wesentliche Ergebnisbeiträge liefern. Die im Dax notierte Aktie legte bis zum Mittag rund 2,5 Prozent zu.

Das Projekt sei ein bedeutender Schritt zum Ausbau der Kali-Kapazitäten von K+S, sagte Vorstandschef Norbert Steiner. Die kanadische Produktion sei wichtig für den Absatz in Wachstumsmärkten wie Asien, Süd-, aber auch Nordamerika.

Bis zum Jahr 2023 will K+S die jährliche Gesamtkapazität des Bergwerkes auf knapp drei Millionen Tonnen des Düngesalzes steigern. Innerhalb von zehn weiteren Jahren könnte die Kapazität auf vier Millionen Tonnen ausgeweitet werden. Die Finanzierung soll überwiegend aus eigener Kraft gestemmt werden.

Die Lagerstätte befindet sich etwa 50 Kilometer nördlich der Stadt Moose Jaw in der wenig bevölkerten kanadischen Provinz Saskatchewan. Laut K+S verfügt das Projekt über nachgewiesene Reserven von 160 Millionen Tonnen Kaliumchlorid und dürfte mit den erwarteten Fördermengen eine Lebensdauer von mehr als 55 Jahren haben. Im Endausbau dürften mehr als 300 Menschen dort arbeiten.

Das Projekt ist Teil der Kali-Vorkommen, die sich die ehemalige BASF-Tochter durch die Übernahme der kanadischen Potash One gesichert hat. Kaliumdüngemittel sind etwa in der Landwirtschaft unverzichtbar. K+S rechnet mit weiter steigenden Kali-Preisen.

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