Krisen in Ukraine und Gaza behalten deutsche Aktien im Griff

Frankfurt/Main (dpa) - Sorgen über die Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten haben den deutschen Aktienmarkt auch am Montag im Griff.

Der Dax stand gegen Mittag 0,62 Prozent tiefer bei 9659 Punkten. Für den MDax ging es um 0,52 Prozent auf 16 307 Punkte nach unten und der TecDax verlor 0,06 Prozent auf 1246 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 0,43 Prozent nach.

Die politischen Spannungen rund um die Ukraine nach dem mutmaßlichen Abschuss einer Passagiermaschine in der vergangenen Woche und die israelische Bodenoffensive im Gazastreifen hielten die Finanzmärkte in Atem, sagte Analyst Christian Henke vom Broker IG. Größere Impulse von Konjunkturseite fehlten zum Wochenauftakt. Erst im weiteren Wochenlauf könnten dann auf der Agenda stehende wichtige Konjunkturdaten stärker bewegen.

Im Fokus standen die Aktien von Sky Deutschland. Die Papiere des Bezahlsenders zogen an der MDax-Spitze getrieben von erneuten Übernahmefantasien um dreieinhalb Prozent an. Einem Medienbericht zufolge könnte der britische Konzern BSkyB die beiden Sender Sky Deutschland und Sky Italia vom US-amerikanischen Unternehmen 21st Century Fox zeitnah übernehmen. Die Papiere von Wacker Chemie verteuerten sich nach einem Analystenkommentar um 1,73 Prozent.

Deutlich nach unten ging es hingegen für die Anteilsscheine der Deutschen Post. Sie fielen nach einem Analystenkommentar zu den bevorstehenden Quartalszahlen um 1,63 Prozent. Die Papiere des Lichttechnik-Unternehmens Osram knickten nach Geschäftszahlen des Elektronikkonzerns Philips um 2,84 Prozent ein. Analysten waren sich uneins über die Signale, die vom Beleuchtungsgeschäft von Philips für Osram ausgehen.

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