Praktiker: Weiter Ermittlungen wegen Insolvenzverschleppung

Saarbrücken/Hamburg (dpa) - Ein Jahr nach der Pleite der Baumarktkette Praktiker ermittelt die Staatsanwaltschaftschaft weiter wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung.

Der Verdacht richte sich momentan gegen insgesamt fünf ehemalige Vorstandsmitglieder des Konzerns, bestätigten Sprecher der Staatsanwaltschaften in Saarbrücken und Hamburg am Donnerstag einen Bericht der «Süddeutschen Zeitung».

Angesichts der häufigen Wechsel im Vorstand 2011 sei es schwierig, zu ermitteln, ob eines der Vorstandsmitglieder die am 10. Juli vergangenen Jahres angemeldete Insolvenz herausgezögert habe, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft in Saarbrücken, Thomas Reinhardt. Dazu sei ein Gutachten in Auftrag gegeben worden, das frühestens im Herbst erwartet werde.

Die Staatsanwaltschaften ermitteln seit Herbst 2013. Grundlage sind nach Angaben von Reinhardt Anzeigen von Aktionären und Gläubigern.

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