560.000 Euro für die Jugendarbeit vom Kreis Gütersloh


Der Kreis Gütersloh stellt 560.000 Euro für die Jugendarbeit zur Verfügung. Das Geld kommt aus dem Förderprogramm „Aufholen nach Corona“.

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Kreis Gütersloh (gl) - Durch das Förderprogramm „Aufholen nach Corona“ sollen Jugendvereine gestärkt werden. Mehr als zwei Jahre Corona-Pandemie haben den Alltag von Kindern und Jugendlichen auf den Kopf gestellt, schreibt der Kreis Gütersloh. Der Schulunterricht fand plötzlich im heimischen Kinderzimmer statt, Freizeitaktivitäten gab es nur eingeschränkt und soziale Kontakte liefen hauptsächlich digital.

Das bundesweite Förderprogramm soll jungen Leuten helfen, Versäumtes nachzuholen. Rund 560.000 Euro stehen dafür in diesem Jahr im Kreis Gütersloh bereit. Mit diesen Geldern werden Angebote der Kinder- und Jugendarbeit finanziert, die junge Menschen in den aktuellen Krisenzeiten unterstützen.

Bereits 140 Anträge sind gestellt

Welche Projekte die Förderung erhalten, koordiniert die Abteilung Jugend des Kreises Gütersloh mit Unterstützung des Kreisjugendrings. Einige Angebote sind bereits in der ersten Jahreshälfte gestartet, bis zum Jahresende können noch Ideenvorschläge eingereicht werden. Für das laufende Jahr sind bereits mehr als 140 Anträge gestellt worden. Darunter Ausflüge zum Bauernhof und zur Kartbahn, die bereits realisiert wurden, sowie ein Fußballcamp und Tanzprojekte bis hin zum Bau eines Lehmofens.

Der Fantasie sind dabei wenig Grenzen gesetzt. „Unter den bisherigen Anträgen sind allerdings nur wenige aus der verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit“, stellt Kreisjugendpflegerin Wencke Meiertoberens fest. Das soll sich jetzt ändern, denn gerade in diesem Bereich gebe es viel Potenzial für spannende Projekte.

Jugendvereine sollen sich um Fördergelder bewerben

„Daher möchten wir alle Jugendvereine ermutigen, sich mit ihren Ideen um eine Förderung zu bewerben“, betont Meiertoberens. Den Antrag zu stellen sowie abzurechnen, sei unbürokratisch. Und die Förderung betrage in der Regel 100 Prozent. Schnelle Zusagen und Rückmeldungen gäben Planungssicherheit. Dabei können nicht nur Aktivitäten gefördert werden, sondern auch Sachanschaffungen und Personalkosten. Von der Förderung ausgeschlossen sind lediglich bereits laufende Projekte und Investitionskosten im engeren Sinne.

Bei Fragen rund um die Antragsstellung oder Projektgestaltung berät die Jugendpflege des Kreises Gütersloh.

Verbandliche Kinder- und Jugendarbeit stärken

Um die verbandliche Kinder- und Jugendarbeit zusätzlich zu stärken, gibt es beim Kreisjugendring mit Melina Schönebeck ab August eine weitere Ansprechpartnerin. Sie unterstützt bei allen Fragen rund um das Förderprogramm und wird darüber hinaus den Kontakt zu Vereinen und Verbänden im Kreisgebiet suchen.

Der Kreisjugendring sieht große Herausforderungen für die ehrenamtlich geleistete Vereinsarbeit und möchte deswegen besser herausfinden, welche Unterstützung konkret vor Ort gebraucht wird.

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