Brinkhaus erhebt Führungsanspruch in Fraktion


Klare Worte von Ralph Brinkhaus: Der Rheda-Wiedenbrücker will weiter die Geschicke in der Unions-Fraktion im Bundestag mitgestalten.

Am Morgen nach der Wahl sagte Ralph Brinkhaus (CDU) in Berlin, dass er erneut Fraktionschef werden möchte. Foto: dpa

Berlin/Kreis Gütersloh (dpa/gl) - Der bisherige Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ralph Brinkhaus, will erneut für dieses Amt kandidieren. „Ich würde gern Fraktionsvorsitzender bleiben“, sagte der CDU-Politiker am Montag in Berlin vor Beratungen der Spitzengremien seiner Partei über den Ausgang der Bundestagswahl.

Stabile Koalition als Ziel

Die Union erlebt bei der Wahl ein historisches Debakel, sie stürzte von 32,9 auf 24,1 Prozent ab. „Es ist eine Riesenenttäuschung für die Union insgesamt, das darf man auch nicht beschönigen“, sagte Brinkhaus. „Auf der anderen Seite ist es so, dass wir noch die Möglichkeit haben, eine Regierung zu bilden. Es gibt keine klare Mehrheit für einen Kanzlerkandidaten.“ Die Union werde jetzt schauen, „dass wir es schaffen, eine stabile Koalition der Mitte zu bilden“.

Brinkhaus selbst fuhr einen klaren Sieg in seinem Wahlkreis Gütersloh I ein. Der Rheda-Wiedenbrücker setzte sich deutlich gegen SPD-Politikerin Elvan Korkmaz-Emre durch, die es ihrerseits auch nicht über die Landesliste in den neuen Bundestag schaffte.

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