„Eltern mischen mit“ - auch im Kreis Gütersloh


„Eltern mischen mit – Mitwirken heißt verändern“ heißt ein Projekt des Kreises Gütersloh. Kernstück: Informationen von Eltern für Eltern.

Zu Eltern-Moderatoren haben sich jetzt einige Interessenten ausbilden lassen. Das Foto zeigt sie zusammen mit ihren Kooperationspartnern. Foto: Elternnetzwerk NRW/Nurcan Çelik

Kreis Gütersloh (gl) - Vielfalt sei an Kitas und Schulen selbstverständlich, heißt es in einer Mitteilung aus dem Kreishaus. Vielerorts bildeten Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte die Mehrheit. 

Eltern mit Zuwanderungsgeschichte in wichtigen Gremien unterrepräsentiert

Ihre Eltern jedoch seien häufig in Beiräten und Schulpflegschaften unterrepräsentiert. Dabei seien dies wichtige Mitwirkungsorgane. Oft fehle es zugewanderten Eltern an passenden Informationen über das deutsche Schul- und Bildungssystem. An dieser Stelle setze das Projekt „Eltern mischen mit – Mitwirken heißt verändern“ an.

Ausgebildete Eltern-Moderatoren tauschen sich in Gesprächsrunden mit Eltern mit Zuwanderungsgeschichte über das deutsche Bildungssystem und zur Gremienarbeit aus. „Alle Eltern haben ein Recht auf Teilhabe an allen Aspekten des gesellschaftlichen Lebens. Diesen Prozess mit zu begleiten und Partizipationsstrukturen für Eltern mit Einwanderungsgeschichte zu schaffen, ist Anliegen unseres Projektes“, sagt Aylin Aykanat, 

Landesministerien fördern Projekt

Projektleiterin von „Eltern mischen mit“ beim Elternnetzwerk NRW. „Wir hoffen, dass mehr Eltern in den Gremien der Bildungseinrichtungen aktiv werden und die Bildungschancen ihrer Kinder unterstützen.“ Im Kreis Gütersloh wird das Projekt in Kooperation mit dem Elternnetzwerk NRW, dem Forum Eltern und Schule, dem kommunalen Integrationszentrum und der Stadt Versmold durchgeführt. Gefördert wird es mit Mitteln der Ministerien für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration sowie für Schule und Bildung. 

Eltern vor Ort sensibilisieren und stärken

„Die enge Zusammenarbeit mit unseren beiden kommunalen Partnern hat uns die Möglichkeit eröffnet, Eltern vor Ort zu sensibilisieren und zu stärken“, so Aykanat. Im August und September fand im Versmolder Rathaus die viertägige Fortbildung zur Eltern-Moderation statt. „Ich war so motiviert vom ersten Wochenende, dass ich mich in der Woche darauf als Klassenpflegschaftsvorsitzende habe wählen lassen. Ich sprudele vor Ideen und würde am liebsten sofort mit Veranstaltungen für Eltern beginnen“, berichtet eine Teilnehmerin. 

Wissen und Motivation wird weitergegeben

Die ausgebildeten Eltern-Moderatoren werden in den kommenden Monaten ihr Wissen und ihre Motivation an Eltern mit Zuwanderungsgeschichte weitergeben. Veranstaltungen können zum Beispiel in Kitas, Schulen, Familienzentren und Vereinshäusern sowie digital stattfinden.

Weitere Informationen gibt es im Internet

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