Eltern sollten Sehstärke ihrer Kinder im Auge behalten


Für Schulanfänger hat in der vergangenen Woche eine aufregende Zeit begonnen. Eine Zeit, in der gutes Sehen unerlässlich ist.

Wer schlecht sieht, dem fällt es auch schwerer, dem Unterricht zu folgen. Deshalb empfiehlt die Krankenkasse AOK Nordwest Eltern, das Sehverhalten ihrer Kinder im Blick zu behalten und gegebenenfalls einen Augenarzt aufzusuchen. Foto: AOK Nordwest

Kreis Gütersloh (gl) - Für Schulanfänger hat in der vergangenen Woche eine aufregende Zeit begonnen. Eine Zeit, in der gutes Sehen unerlässlich ist. Etwa um den Schulweg sicher zu bewältigen und dem Unterricht folgen zu können. Deshalb appelliert die Krankenkasse AOK Nordwest an alle Eltern, die Sehstärke ihrer Kinder im Auge zu behalten.

An gutes Sehen wird meist nicht gedacht

„Zum Schulstart werden Ranzen und Utensilien für den Unterricht besorgt. Aber an gutes Sehen wird meist nicht gedacht. Wenn die Kinder und insbesondere die neuen Erstklässler Bilder oder Buchstaben nur schlecht erkennen, sollten Eltern mit ihrem Kind unbedingt einen Augenarzt aufsuchen“, rät AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner.

Blieben Sehprobleme unentdeckt, mache sich das nicht nur bei den Schulnoten bemerkbar. Auch die kindliche Entwicklung könne erheblich gehemmt werden. Jedes zehnte Grundschulkind im Kreis Gütersloh im Alter von sechs bis zehn Jahren (9,7 Prozent) trägt bereits eine Brille. Das belegt eine aktuelle Auswertung der AOK.

Klagen über Kopfschmerzen, Augenbrennen sowie vermehrtes Zwinkern oder Blinzeln

Bei Kindergartenkindern zwischen drei und fünf Jahren bekamen im vergangenen Jahr bereits 6,6 Prozent eine Brille verordnet. Anzeichen für Sehprobleme bei Kindern können Klagen über Kopfschmerzen, Augenbrennen sowie vermehrtes Zwinkern oder Blinzeln sein. Auch Kinder, die sich ständig die Augen reiben, ihren Kopf schief halten, einen geringen Abstand zu Buch, Bildschirm oder Fernseher halten, können eine Sehschwäche haben. 

Weitere Warnhinweise können sein, wenn Kinder häufig stolpern, generelle Balancestörungen aufweisen oder zunehmende Schwierigkeiten bei Dämmerung oder Dunkelheit haben. Hornhauttrübungen und grau-weißliche Pupillen können ebenfalls auf eine Sehschwäche hinweisen. Ein erhöhtes Risiko für eine Fehlsichtigkeit liegt zum Beispiel bei Frühgeburten, Kindern mit Entwicklungsrückstand, Geschwistern oder Kindern von schielenden Menschen und stark Fehlsichtigen sowie bei Kindern aus Familien mit bekannten erblichen Augenerkrankungen vor. Im Rahmen der gesetzlich empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt steht vor dem Schulbeginn der Sehsinn des Kinds im Fokus. Es finden vom dritten Lebenstag bis kurz vor Schulbeginn Untersuchungen statt. Diese Untersuchungen zahlen die gesetzlichen Krankenkassen für ihre Versicherten.

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