Kinderschutzbund  leistet wichtige Arbeit im Kreis


Der Kinderschutzbund im Kreis Gütersloh hat wegen der Corona-Pandemie ein schwieriges Jahr hinter sich. Viele Familien erhielten Hilfe.

Neuwahl und Ehrung beim Kinderschutzbund: (v. l.) die Diplom-Psychologin Bettina Flohr (seit 25 Jahren aktiv), die neue erste stellvertretende Vorsitzende Dr. Kristin Bartel, der Vorsitzende Burkhard Martin und Michael Vormann (seit 30 Jahren Mitglied). Foto: Bitter

Bei der Mitgliederversammlung am Dienstagabend brachte es der Vorsitzende Burkhard Martin (Verl) es auf den Punkt: „Wir mussten herausfinden, was wir gerade tun dürfen.“ 

24 Mal Verdacht auf Kindeswohlgefährdung

Dennoch nahmen 168 Familien Hilfe in Anspruch. Bei 93 war es die Erziehungs- und Trennungsberatung, bei 73 die Unterstützung durch begleiteten Umgang. Pflegefamilien waren zweimal im Einsatz. In 24 Fällen bestand der Verdacht auf Kindeswohlgefährdung. Davon wurden sieben Meldungen an das Jugendamt weitergegeben. 

Nach Satzungsänderungen und Nachwahl ist der geschäftsführende Vorstand wieder komplett. Als erste stellvertretende Vorsitzende übernimmt Dr. Kristin Bartel aus Verl Verantwortung. Sie arbeitet als Juristin bei der Stadt Rheda-Wiedenbrück. Nach Aufstockung von sechs auf acht Personen sind als neue Beisitzerinnen die Diplom-Betriebswirtin Kristin Rogge (Gütersloh) und die Grafik-Designerin Anne Majcen (Gütersloh) im Leitungsteam tätig. 

Stele wird am 25. September enthüllt

Majcen wirkte auch an der Stele mit, die am 25. September um 12 Uhr auf dem neu benannten „Platz der Kinderrechte“ vor der Stadtbibliothek Gütersloh enthüllt werden soll. Das Kinderfest zum Weltkindertag an der Martin-Luther-Kirche hingegen fällt erneut aus. Mit Blumensträußen bedankte sich Burkhard Martin bei Bettina Flohr, die seit 25 Jahren in der Geschäftsführung tätig ist, sowie bei Edith Heerlein (Gütersloh), seit 40 Jahren Mitglied, und Beisitzer Michael Vormann (Gütersloh), seit 30 Jahren dabei. 40 Jahre sind außerdem Hilde Steinhaus (Gütersloh) sowie Oswald Honold (Langenberg) dem Verein treu, seit 25 Jahren ist es Sandra Brinkmann (Steinhagen). 

„Die Nach-Corona-Zeit kann beginnen“ 

In seinem Jahresbericht versicherte Martin: „Trotz verordneter Begegnungsferne war die Leitung des Kinderschutzbunds immer da, wo Hilfe gebraucht wurde. Wir haben uns wundervoll durch das Jahr laviert – auch ohne Fest zum Weltkindertag an der Martin-Luther-Kirche in Gütersloh.“ Geschäftsführerin Bettina Flohr stellte nach einigen personellen Veränderungen fest: „Wir haben ein tolles Team. Die Nach-Corona-Zeit kann beginnen.“ 

Schwerpunkt der Arbeit liegt in Gütersloh

Die Beratung bei möglicher Kindeswohlgefährdung nehme einen breiten Raum ein. Die Zahlen verdeutlichten, dass der Schwerpunkt der Arbeit auf dem Stadtgebiet Gütersloh liege. Flohr bedauerte, dass für vier Monate das Familiencafé schließen musste, das Leben in das Miteinander bringe.

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