Kreis Gütersloh: 5,6 Millionen Euro für Straßenbau


Im kommenden Jahr stehen diverse Straßenbauprojekte des Kreises Gütersloh an - ein Überblick über die Maßnahmen.

In schlechtem Zustand befindet sich die Kreisstraße 14 zwischen Clarholz und Harsewinkel. Der Kreis Gütersloh will die Straße auf fünf Kilometern komplett erneuern, die Bauarbeiten sollen voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2023 beginnen. Foto: Bornhorst

Kreis Gütersloh (gl) - Der Kreis Gütersloh hat für das kommende Jahr 4,3 Millionen Euro für Bau- und Sanierungsarbeiten an Kreisstraßen, Radwegen und Brücken eingeplant. Zudem rechnet der Kämmerer Ingo Kleinebekel mit Zuschüssen in Höhe von 1,25 Millionen Euro. Insgesamt stehen also 5,6 Millionen Euro für das Kreisstraßenbau-Programm 2023 zur Verfügung.

Für die Bauarbeiten werden bislang 4,9 Millionen Euro eingeplant. Zusätzlich zu den Straßen-, Rad- und Gehwehwegarbeiten will der Kreis auf seinem Bauhof investieren und Mittel für den Grunderwerb bereitstellen. Die Maßnahmen im Überblick:

K14 in einem sehr schlechten Zustand

Erneuerung der K 14 (Harsewinkeler/Clarholzer Straße) in Herzebrock-Clarholz und Harsewinkel: Der Kreis will die Kreisstraße 14 von Clarholz nach Harsewinkel auf einer Länge von fünf Kilometern erneuern. Der Abschnitt erstreckt sich von der L 806 (Marienfelder Straße) bis zur B 513 (Südring). „Da sich die Fahrbahn in einem sehr schlechten Zustand befindet, soll sie umfassend erneuert werden. Zudem werden veraltete Leitplanken ausgetauscht“, heißt es.

Indes seien die Geh- und Radfahrwege in gutem Zustand und würden nur vereinzelt erneuert. Auch die vorhandenen Bankette sowie die Straßengräben an der K 14 sind ausreichend breit und leistungsfähig und müssen nur zum Zweck der Grunderneuerung bearbeitet werden. Das gilt auch für die Busbuchten.

Baustart soll im zweiten Halbjahr sein

„Die Erneuerung der K 14 verbessert die Verkehrsverhältnisse und trägt zur Sicherheit der Straße bei. Die neue Fahrbahndecke wird zu einem gleichbleibenden Verkehrsfluss führen, der die Lärm- und Schadstoffemissionen reduziert“, berichtet der Kreis. Für das Haushaltsjahr 2023 sind 1,2 Millionen Euro als Haushaltsmittel für das Projekt eingeplant. Beim Land wurde eine Förderung beantragt. Sobald der Bescheid vorliegt, wird das Projekt ausgeschrieben. Der Baubeginn soll in der zweiten Jahreshälfte sein.

K1 wird neu gemacht

Umgestaltung der K 1 (Hauptstraße in Rheda-Wiedenbrück), erster Bauabschnitt: Der Kreis will gemeinsam mit der Stadt Rheda-Wiedenbrück die K 1 (Hauptstraße) vom Emsweg bis zur L 791 (Nordring) umgestalten. Das Projekt hat eine Länge von vier Kilometern. Der erste Bauabschnitt ist 900 Meter lang. Auf den Straßenseiten werden Schutzstreifen für den Radverkehr und mindestens 2,5 Meter breite Gehwege angelegt.

Außerdem planen der Kreis und die Stadt, alle Überquerungsmöglichkeiten barrierefrei zu gestalten. Das betrifft den Kreisverkehr am Feldhüserweg und die Verkehrsinseln der K 1. An der Straße werden zudem beidseitig Bäume gepflanzt, damit ein Alleecharakter entsteht. Voraussichtlich stehen für das Bauprojekt 3,1 Millionen Euro aus Haushalts- und Fördermitteln zur Verfügung.

Die Umgestaltung der innerstädtischen Hauptverkehrsstraße kann erst beginnen, wenn die laufenden Baumaßnahmen an der L791 (Am Sandberg) abgeschlossen sind, da diese Strecke als Umleitung dienen wird. Das soll Anfang des Sommers der Fall sein.

K55 an der Reihe

Anlage eines Geh-/Radwegs an der K 55 (Stromberger Straße) und der K 56 (Matheweg) in Langenberg: An der K 55 (Stromberger Straße) wird von der Grenze zum Kreis Warendorf in Oelde bis zum Ortseingang Langenberg auf der Länge von 4,2 Kilometer ein Geh- und Radweg angelegt. Ebenso baut der Kreis an der K 56 (Matheweg) von der Grenze zum Kreis Warendorf in Wadersloh bis zur Kreuzung K 55 (Stromberger Straße) auf einer Strecke von 0,7 Kilometern einen Geh- und Radweg. Diese Wege werden mit 2,5 Meter Breite angelegt und mit einer Brücke über den Forthbach geführt. Außer diesen Arbeiten werden weitere kleinere Maßnahmen umgesetzt.

Die Radwegverbindung stellt einen Lückenschluss zum Kreis Warendorf dar und ist Teil des Alltagsradwegekonzepts des Kreises. Durch die Anlage der Geh- und Radwege sollen Verkehrssicherheit und Mobilität erheblich gesteigert werden.

Für die Baumaßnahme ist im Kreishaushalt für das Jahr 2023 voraussichtlich eine Million Euro eingeplant. Die Umsetzung läuft bereits und wird planmäßig Anfang 2023 fertiggestellt.

Erhalt im Blick

Weitere Baumaßnahmen: Darüber hinaus laufen aktuell zwei Baumaßnahmen. Dazu zählt die Sanierung der K 2/K 20/Wieksweg in Rheda-Wiedenbrück, die Anfang 2023 fertig werden soll. Zudem wird seit Anfang November an der K 45 (Kaunitzer Straße) in Schloß Holte-Stukenbrock die Verkehrssicherheit durch Bauarbeiten erhöht. Die Arbeiten werden voraussichtlich Ende des Jahres fertiggestellt werden.

„Insgesamt wird deutlich, dass der Kreis Gütersloh schwerpunktmäßig in den Ausbau der Radverkehrsmobilität und in den Erhalt der Verkehrsinfrastruktur investiert“, teilt der Kreis mit. Die Prioritäten würden anhand der Radverkehrskonzepte wie dem Alltagsradwegenetz und einer Beurteilung der Straßenzustände gewählt.

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