Kreis Gütersloh: Trend zum Elektro- und Hybridfahrzeug


Innerhalb eines Jahres haben sich die Zahlen der Elektro- und Hybridfahrzeuge auf den Straßen im Kreis Gütersloh mehr als verdoppelt.

Mittlerweile sind 3789 Fahrzeuge mit reinem E-Antrieb und 7198 Autos mit Hybrid-Antrieb auf den Straßen im Kreis Gütersloh unterwegs.

Kreis Gütersloh (gl) - Das ist ein Ergebnis der Bilanz der Zulassungsstelle. Insgesamt seien jedoch weniger Neuwagen angemeldet worden. Mittlerweile sind 3789 Fahrzeuge mit reinem E-Antrieb und 7198 Fahrzeuge mit Hybrid-Antrieb in der Region unterwegs. 

Rückblick auf zwei Jahre Pandemie

Der Anteil der E- und Hybridfahrzeuge liegt laut Mitteilung aus dem Kreishaus somit bei rund 3,3 Prozent. Seit März 2020 ist die Kreisverwaltung für den allgemeinen Publikumsverkehr geschlossen. Besuche sind seitdem nur noch mit Termin und unter Einhaltung der Corona-Regeln möglich. Mittlerweile ist ein 3G-Nachweis (geimpft, genesen, getestet) erforderlich, um das Gebäude betreten zu dürfen. 

Der Dienstbetrieb wurde zu Beginn der Pandemie zunächst auf das Notwendigste zurückgefahren, das Personal kurzfristig in Schichten eingeteilt. Nach und nach wurde das Terminkontingent für die Kundschaft aufgestockt und die Liste der möglichen Dienstleistungen erweitert. Mittlerweile werden wieder alle Dienstleistungen mit Ausnahme der Abnahme eidesstattlicher Versicherungen bei Verlust des Fahrzeugbriefs an den Zulassungsschaltern angeboten. 

Im Frühjahr 2021 wurde es angesichts der Infektionslage notwendig, das Team zu teilen, um innerdienstliche Kontakte zu reduzieren und Infektionen zu vermeiden. Das und andere Faktoren führten laut Mitteilung dazu, dass sich Bürgerinnen und Bürger zeitweise bis zu 14 Tage gedulden mussten, um einen Termin in der Zulassungsstelle wahrnehmen zu können. 

Terminlage hat sich entspannt

Mittlerweile sei die Lage – nicht zuletzt aufgrund der Situation im Automobilsektor und eines starken Teams – deutlich entspannter, sodass aktuell täglich Termine verfügbar seien. Jede Woche stünden rund 1400 Termine in der Zulassungsstelle zur Buchung bereit. Viele Vorgänge würden zudem über Zulassungsdienste und Autohäuser abgewickelt. 

Die Umstellung auf die Online-Terminreservierung habe sich bewährt, heißt es in der Mitteilung weiter. „Viele Kunden schätzen die Verbindlichkeit des Termins“, schreibt der Kreis. Zudem habe sich die Wartezeit vor Ort in den beiden vergangenen Jahren der Pandemie auf durchschnittlich 13 Minuten verkürzt. Daher werde im Zulassungsbereich auch künftig weiter auf die Online-Terminbuchung gesetzt. 

53.000 Kunden im Jahr 2021

Die durchschnittliche Wartezeit auf einen Termin in der Zulassungsstelle hat sich laut Kreis verkürzt.Die Pandemie und ihre weltwirtschaftlichen Folgen spiegeln sich auch in den Besucherzahlen wider: So besuchten im Jahr 2021 rund 53.000 Kundinnen und Kunden die Zulassungsstelle. 2019 waren es noch etwa 65.700 Personen. An den Schaltern wurden im vergangenen Jahr knapp 130.000 Vorgänge wie Zulassungen, Abmeldungen, Kurzzeitkennzeichen und Anschriftenänderungen bearbeitet – etwa 9000 weniger als im Vorjahr und 15.000 weniger wie noch 2019.

Besonders in der Zahl der Neuzulassungen machen sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Lieferprobleme in der Automobilindustrie bemerkbar. 

46.700 Gebrauchtwagen zugelassen

Wurden bis 2019 jedes Jahr mehr Fahrzeuge erstmals auf die Straße gebracht, waren es 2021 nur noch rund 13.800 und damit etwa 500 Fahrzeuge weniger als im Vorjahr und im Vergleich zu 2019 sogar rund 2300 Neuzulassungen weniger. Dafür wurden im vergangenen Jahr rund 46.700 gebrauchte Fahrzeuge zugelassen beziehungsweise umgeschrieben. 

Ein anderer Trend zeichnet sich hingegen bei den Gesamtzahlen der zugelassenen Fahrzeuge ab: Insgesamt waren im Kreis Gütersloh zum Jahresanfang 334.133 Fahrzeuge zugelassen – das entspricht einer Steigerung zum Vorjahr um mehr als 4800 Fahrzeuge. 

Fahrzeuge online an- oder abmelden

Auch die Möglichkeiten, Fahrzeuge online an-, um- oder abzumelden, wurden im vergangenen Jahr zwar verstärkt, aber im Verhältnis zum Fallaufkommen vor Ort nach wie vor nur in geringem Umfang in Anspruch genommen: So wurden 2021 insgesamt 504 Vorgänge, davon 435 Abmeldungen, online beantragt und anschließend von den Mitarbeitern der Zulassungsstelle bearbeitet. Zum Vergleich: 2020 waren es noch 230 Fälle, 2019 insgesamt 132 Fälle

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