Nachwuchskräfte kommen mächtig ins Schwitzen


Zwölf Jugendfeuerwehren haben in Herzebrock-Clarholz campiert. Beim Treffen ging es sportlich zu. 

Herzebrock-Clarholz (ei) - Zum 50-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr in Herzebrock-Clarholz sind am Wochenende zwölf Jugendfeuerwehren aus dem Kreisgebiet Gütersloh zum Zeltlager in der Doppelgemeinde gekommen. 250 Jugendliche bauten am Freitag nach ihrer Anreise zunächst ihre Zelte auf einer Freifläche zwischen Holzhofstadion und Wilbrandschule auf.

Unterschiedliche Disziplinen

Ausgerechnet am bislang wärmsten Tag des Jahres hieß es für die Teilnehmenden, abwechslungsreiche feuerwehrtechnische Wettkämpfe zu bestreiten und auch den Orientierungslauf mit vielen unterschiedlichen Aufgabenstellungen zu absolvieren.Pause: Bei den hochsommerlichen Temperaturen am Samstag war zwischendurch auch mal Entspannung angesagt. Die Aktiven der Feuerwehr hatten sich dazu spannende Aufgaben an den Stationen einfallen lassen, um die Jugendlichen aus dem Kreisgebiet mit unterschiedlichen Übungen zu fordern. So musste beispielsweise ein Holzstück abgesägt werden. Vorgegeben war aber nicht die gewünschte Länge, sondern das Gewicht. Beim Rasen-Skifahren waren die Geschicklichkeit und die Absprache in der Gruppe gefragt. 

Stiefel-Weitwurf mit Geschick 

Die jungen Feuerwehrleute schnallten sich jeweils ein Brett unter die rechten und ein weiteres unter die linken Füße und versuchten dann unfallfrei ins Ziel zu gelangen – selbstverständlich möglichst schnell. Während beim Stiefel-Weitwurf wieder sportliches Geschick gefragt war, musste an einer weiteren Station mit einem schweren Spreizer ein sensibler Tennisball transportiert werden. Fingerspitzengefühl war gefordert. Bevor es bei den unterschiedlichen Disziplinen an den Start ging, gab es für den Nachwuchs der Feuerwehren im Kreis Gütersloh Einweisungen.Insgesamt sechs Stationen mussten die Teilnehmenden letztlich bewältigen. Beim Orientierungslauf siegte die Jugendfeuerwehr aus Versmold vor dem Nachwuchs aus Rheda-Wiedenbrück. Die Jugendfeuerwehr aus Rietberg belegte den dritten Rang. 

Wärme bremst den Nachwuchs nicht aus

Im Sportpark der Victoria mussten noch vier Disziplinen durchgeführt werden. Außer Kugelstoßen und der Beantwortung von feuerwehrtechnischen Fragen sollten möglichst zügig ein Schnellangriff vorgenommen und ein Löschangriff nach Dienstvorschrift aufgebaut werden. Dort siegten die Nachwuchskräfte aus Borgholzhausen. Zweiter wurde auch dabei die Gruppe aus Rheda-Wiedenbrück, während die Rietberger ebenfalls den dritten Rang belegten. Trotz der Wärme waren alle Aktiven motiviert und „richtig gut drauf“, so der Herzebrock-Clarholzer Jugendfeuerwehrwart Lars Ahlke nach den Wettkämpfen. Auf der Anlage am Holzhofstadion absolvierten die Teilnehmenden auch originär sportliche Aufgaben wie Kugelstoßen.Zusammen mit seinen beiden Stellvertretern Lea Klöpperpieper und Daniel Reichelt sowie Unterstützung der vier Löschzüge aus der Gemeinde war ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt worden. Am Sonntagvormittag folgte die Siegerehrung mit Kreisbrandmeister Dietmar Holtkemper. Anschließend wurden die vielen Zelte wieder abgebaut und die jungen Feuerwehrleute traten erschöpft, aber glücklich die Rückreise an.

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