Obermeister der Tischler: „Stillstand ist Rückschritt“


Jüngst hat die Tischler-Innung Gütersloh sich zur Mitgliederversammlung getroffen. Die Mitglieder richteten den Fokus auf das Digitale.

Bei einer Versammlung der Tischler-Innung hat deren Obermeister seit Anfang des Jahres, Frank Grimm (links), seinen Vorgänger Jürgen Soetebier offiziell verabschiedet.

Kreis Gütersloh (gl) - Fast zwei Jahre sind vergangen, seit die Tischler-Innung Gütersloh zuletzt eine Versammlung in Präsenz abgehalten hat. Kürzlich haben sich ihre Mitglieder – endlich, wie es im Bericht über die Versammlung heißt – wieder getroffen.

Neuer Obermeister stellt sich persönlich vor

Mitglieder und Vorstand der Innung versammelten sich im Tischlerbildungszentrum in Rheda-Wiedenbrück. Für Frank Grimm, der im Dezember vergangenen Jahres auf digitalem Weg zum Obermeister gewählt wurde, war es die erste Gelegenheit, um sich persönlich vorzustellen und seinen Vorgänger Jürgen Soetebier gebührend zu verabschieden.

Im Namen der Tischler-Innung bedankte sich Frank Grimm für mehr als 15 Jahre, in denen Soetebier das Amt als Obermeister ausgeübt hatte. Abseits davon sei er im Vorstand der Kreishandwerkerschaft und im Verband aktiv gewesen, heißt es in der Mitteilung weiter.

„Unser Beruf ist Jahrhunderte alt und bleibt dennoch jung“

Die Innung würdigte seinen Einsatz, indem er Anfang des Jahres zum Ehrenobermeister gewählt wurde. Für seine Amtszeit hat sich Frank Grimm vorgenommen, gemeinsam mit dem Vorstandsteam seinen Slogan „Unser Beruf ist Jahrhunderte alt und bleibt dennoch jung“ stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen. 

Er wolle junge Menschen auf den Beruf des Tischlers aufmerksam machen, Interesse wecken und Begeisterung transportieren.

Profile in den sozialen Medien eingerichtet

Um die Sichtbarkeit in der jungen Zielgruppe zu erhöhen und sich mit Azubis, Betrieben, weiteren Innungen und allen Interessenten zu vernetzen, präsentiert sich die Innung seit Anfang des Jahres in den sozialen Netzwerken Facebook und Instagram. Auf den Profilen berichtet sie aus dem Tischlerbildungszentrum, gewährt einen Einblick in den Beruf und gibt Tipps sowie Informationen rund um das Thema Beruf und Ausbildung an die Hand. 

Die Teilnehmer der Versammlung erhielten im Rahmen eines Rundgangs durch die Räume des Tischlerbildungszentrums einen Einblick in dessen Entwicklungen und den technischen Fortschritt, der die Tischler-Innung begleitet. In diesem Punkt habe im vergangenen Jahr das Thema Digitalisierung eine zentrale Rolle gespielt. Auch der Haushaltsplan für 2022 sehe Investitionen in diesem Bereich vor.

„Wir möchten mit der Zeit gehen, uns modern und zukunftsorientiert positionieren“

Frank Grimm sagte, er sei sich sicher, dass das gut ausgerüstete und eigene Bildungszentrum unweigerlich dazu beitrage, dass die jungen Menschen überdurchschnittlich gut auf die Gesellenprüfung vorbereitet würden. Die besten Auszubildenden kämen aus dem Kreis Gütersloh, wie der Leistungswettbewerb und „Die gute Form“ Jahr für Jahr bestätigten. 

Grimm betonte: „Stillstand ist Rückschritt. Wir möchten mit der Zeit gehen, uns modern und zukunftsorientiert positionieren.“

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