Verletzte Person (66) bei Zimmerbrand in Halle



Am Tag der Deutschen Einheit musste die Feuerwehr in Halle einen Zimmerbrand bekämpfen. Eine Person wurde verletzt.

In Halle hat es am Montagabend gebrannt. Dabei wurde eine Person verletzt. Foto: Grund

Halle (gg) – Bei einem Zimmerbrand am Montagabend gegen 21.25 Uhr in der Lange Straße in Halle ist ein Bewohner (66) verletzt worden. Der allein lebende Mann befand sich bei Eintreffen der Feuerwehr bereits außerhalb seines Hauses. Er wurde von Einsatzkräften des Rettungsdienstes mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in das Krankenhaus Halle eingeliefert. Sein altes, dreigeschossiges Wohnhaus ist durch den Brand und die starke Verrauchung unbewohnbar geworden.

Mann wählt selbst den Notruf

Insgesamt 45 Einsatzkräfte der Feuerwehrlöschzüge Halle und Hörste waren, unter Einsatzleitung von Stadtbrandinspektor Christian Herden, über die Graebestraße an dem sichtlich in die Jahre gekommenen Wohnhaus vorgefahren. Nach ersten Erkenntnissen wurde der Bewohner durch einen Knall aus dem Schlaf gerissen. Bei seiner Nachschau entdeckte er im Badezimmer das Feuer. Daraufhin wählte er den Notruf und verließ das Haus, erklärte Stadtbrandinspektor Christian Herden.

Beim Eintreffen brannte im ersten Obergeschoss im Badezimmer ein Schrank. Durch die Flammen und die damit verbundene starke Hitzeentwicklung setzte das Feuer weitere Gegenstände in Brand. Zudem waren das erste und das Dachgeschoss stark verraucht.

Haus ist verwahrlost

Dank eines schnellen Innenangriffs konnte die mit Atemschutz ausgerüsteten Feuerwehrleute den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Schwierigkeiten hatte den Brandbekämpfern anfänglich das Aufspüren des Brandherdes, in dem völlig verwahrlosten und vermüllten Wohnhaus bereitet. Augenscheinlich hatte der Bewohner seit Jahren Müll und Schrott angehäuft.

Weil die Einsatzkräfte auf ihrem Weg in das erste Obergeschoss nur langsam vorankamen, hatte Stadtbrandinspektor Herden drei Angriffstrupps unter Atemschutz entsendet. Ein weiterer Trupp inspizierte das zweite Obergeschoss. Andere Kameraden unterstützten das Vorgeben von der Drehleiter aus mit Beleuchtung. Nach Ende der Löschmaßnahme wurde das gesamte Haus mittels Hochleistungslüfter entraucht.

Der Gesamtschaden wird durch die Polizei auf ungefähr 15.000 Euro geschätzt.

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