Bildschirmwand erleichtert Dialog im Brustzentrum


Wöchentlich treffen sich Experten des Kooperativen Brustzentrums Gütersloh. Künftig können die Mediziner noch einfacher in Kontakt treten.

Die Mitglieder der interdisziplinären Tumorkonferenz des Kooperativen Brustzentrums freuen sich über die neuen Bildschirmwände: (v. l.) Onkologe Dr. Philipp Schütt, Dr. Wencke Ruhwedel (Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum Gütersloh), Dr. Siegfried Rösel (Vorsitzender des IBZ und Leitender Oberarzt der Klinik für Innere Medizin II am Klinikum), Frauenärztin Dr. Andrea Gehring, Dr. Johannes Middelanis (Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am St.-Elisabeth-Hospital) und Professor Dr. Gero Massenkeil (Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II, Hämatologie und Onkologie am Klinikum).

Gütersloh (gl) - Etwa jede achte Frau in Deutschland erhält irgendwann die Diagnose Brustkrebs. Um für die betroffenen Patientinnen eine optimale Behandlung sicherzustellen, veranstaltet das Kooperative Brustzentrum Gütersloh (KBZ), ein Zusammenschluss des St.-Elisabeth-Hospitals und des Klinikums Gütersloh, wöchentlich eine interdisziplinäre Tumorkonferenz, das so genannte Tumorboard. 

Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen erarbeiten gemeinsam Behandlungspläne

Dank einer Spende des Interdisziplinären Brustzentrums Gütersloh (IBZ), eines Vereins, werden beide Häuser mit einer großflächigen Bildschirmwand ausgestattet, um den digitalen Dialog zwischen den Fachärzten aus beiden Krankenhäusern zu optimieren. 

Im Rahmen des Tumorboards erarbeiten Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen der Onkologie, der Gynäkologie, Radiologie und Pathologie gemeinsam einen individuellen Behandlungsplan für die Patientinnen des KBZ. „Auf diese Weise wird möglichst viel Fachexpertise in die Behandlungsplanung eingebunden. Dies erhöht die Versorgungssicherheit der Patientinnen deutlich“, erklärt Dr. Siegfried Rösel, Vorsitzender des IBZ und Leitender Oberarzt der Klinik für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie am Klinikum Gütersloh, in einer Mitteilung.

Mediziner treffen sich seit der Gründung vor 15 Jahren jede Woche

Aus diesem Grund habe das IBZ als gemeinnütziger Verein mit dem Ziel, die Versorgung von Brustkrebspatientinnen zu verbessern, vor 20 Jahren die Tumorkonferenz für Brustkrebs in Gütersloh ins Leben gerufen. 

Seit der Gründung vor 15 Jahren, treffen sich die Mediziner des KBZ jede Woche. „Mit unserer Spende im Wert von jeweils 50.000 Euro pro Klinik möchten wir das digitale Angebot für diese wichtige interdisziplinäre Zusammenarbeit verbessern“, erläutert Dr. Rösel die Motivation des IBZ.

Der Fahrtweg bleibt erspart 

So könne mithilfe der Bildschirmwände die gemeinsame Besprechung künftig digital stattfinden, was den Fahrtweg zwischen den beiden beteiligten Krankenhäusern spare. Außerdem werde über den digitalen Weg die Teilnahme der niedergelassenen Ärzte am Tumorboard stark vereinfacht. 

Zudem sollen die Bildschirmwände Fortbildungen und Patientenveranstaltungen sowie die Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen erleichtern.

Aktion im Bambi-Kino geplant

Auch das nächste Projekt des IBZ ist schon in Planung: Am Mittwoch, 17. November, findet im Bambi-Kino ein öffentlicher Vortrag mit Film zum Thema „Wie sag ich’s meinem Kind? Mit Kindern über die eigene Krebserkrankung sprechen“ mit Schauspielerin und Referentin Kathrin Spielvogel statt. Nähere Informationen zu dieser Veranstaltung sollen laut Mitteilung in Kürze folgen.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.