Damit Mathe im Studium nicht zum Hemmschuh wird


Mehrere Schulen im Kreis kooperieren neuerdings, um Schülern Mathe beizubringen. Es geht um Wissen über den Unterrichtsinhalt hinaus.

Unterzeichnung des Kooperationsvertrags: (v. l.) Markus Spindler (Schulleiter des Kreisgymnasiums Halle), Britta Jünemann (stellvertretende Schulleiterin des Städtischen Gymnasiums), Torsten Imkamp (Koordinator der Begabtenförderung Mathematik am SGG), Axel Rotthaus (Schulleiter des Städtischen Gymnasiums), Annette Hellmann (Netzwerkbetreuerin der Bezirksregierung Detmold) und Almuth Burkhardt-Bader (Schulleiterin der Gesamtschule Halle).

Gütersloh (gl) - Schülerinnen und Schüler, die ein Studium aufnehmen wollen, in dem fundierte Mathematikkenntnisse gefragt sind, haben jetzt die Gelegenheit, sich gezielt darauf vorzubereiten. Nach einjähriger Probephase mit positiven Rückmeldungen wird der Studienkursus Mathematik fortgesetzt.

Diese Schulen kooperieren miteinander

Die Zusammenarbeit mit weiteren Schulen soll dabei intensiviert werden. Das Städtische Gymnasium Gütersloh, das Kreisgymnasium und die Gesamtschule Halle bündeln mit der offiziellen Vereinbarung ihre Kräfte für die Veranstaltungen an den Schulen, die an den Leistungskursus Mathematik angelehnt sind. Zusätzlich beteiligt sich das Einstein-Gymnasium Rheda an der inhaltlichen Ausgestaltung des Projekts.

Das Städtische Gymnasium Gütersloh ist Referenzschule und koordiniert die Zusammenarbeit. Vor Kurzem wurde der Kooperationsvertrag „Mathematik Studienkurs“ im Rahmen der Zukunftsschulen NRW am Städtischen Gymnasium Gütersloh offiziell unterzeichnet.

Fähigkeiten gehen über den üblichen Schulunterricht hinaus

Worum geht es im Studienkursus Mathematik? Dort können Schüler laut Mitteilung Kenntnisse und Fähigkeiten über den üblichen Schulunterricht hinaus erwerben. Das hilft ihnen, mathematische Grundlagen im späteren Studium besser zu verstehen. 

Die Bedeutung dieser Kenntnisse erschließt sich bei mathematikaffinen Fächern wie naturwissenschaftlichen oder ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen sofort. Jedoch werden zunehmend auch in Studiengängen wie Psychologie, Wirtschaftswissenschaften oder Sozialwissenschaften mathematische Kenntnisse vorausgesetzt.

Übergang von Schule zu Hochschule soll erleichtert werden

Der Mathematikunterricht an den Schulen, so wie er momentan ausgestaltet sei, bereite nicht ausreichend auf diese Anforderungen im Studium vor, wird in der Mitteilung betont. Es geht darum, den Übergang Schule – Hochschule zu erleichtern. 

Der Kursus findet außerhalb des regulären Fachunterrichts statt. Es handelt sich um ein Projekt der individuellen Förderung begabter und interessierter Schüler. Die Teilnehmerzahl ist auf etwa 15 beschränkt. Ziel der Netzwerkarbeit sei es, an mehreren Schulen in Kooperation den Studienkursus auszugestalten und von Erfahrungen der anderen Einrichtungen zu profitieren, heißt es in der Mitteilung.

„Die Rückmeldungen der Schüler sind durchweg positiv“

Über die Inhalte und Verfahren stehen die beteiligten Schulen im Austausch. „Die Rückmeldungen der Schüler sind durchweg positiv, vor allem auch im Hinblick auf die Studienvorbereitung“, lautet das Resümee nach der Probephase. 

Die Unterzeichnung des Kooperationsvertrags sei auch eine Selbstverpflichtung der kooperierenden Schulen, die individuelle Förderung mathematikbegeisterter Schüler zu einem Teil ihres Schulprogramms zu machen.

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