Diese Mehrwegverpackungen liegen im Trend


Seit dem Sommer sind viele Einwegplastikprodukte in der Europäischen Union verboten. Was aber sind Alternativen?

Die Auswahl an Alternativen zum Einweg-Plastik ist groß: Marion Grages vom städtischen Fachbereich Umweltschutz gibt Tipps.

Gütersloh (gl) - Außer Trinkhalmen, Einweg-Besteck oder -Geschirr aus konventionellem Plastik und aus Bioplastik dürfen auch Becher und Einweg-Behälter aus Styropor in der EU nicht mehr produziert und in den Handel gebracht werden. Marion Grages von der Abfallberatung beim städtischen Fachbereich Umweltschutz gibt in einer Mitteilung einige Tipps. „Plastikalternativen sind nicht immer unbedenklich, sowohl aus ökologischer als auch aus gesundheitlicher Sicht“, sagt sie.

Einkaufsführer

Ob Becher, Besteck und Teller aus Papier, Bambus, Palmenblättern, Zuckerrohr oder Holz tatsächlich einen unbedenklichen Ersatz darstellen, sei aufgrund der Materialzusammensetzung oft schwer zu beurteilen. Zur Information zu empfehlen sei daher der „Einkaufsführer Takeaway“, den die Deutsche Umwelthilfe herausgegeben hat. Im Internet unter www.duh.de ist er zu finden. 

Finish auf Pappbechern bedenklich

Beim Becher aus Bambus sei es beispielsweise möglich, dass bei höheren Temperaturen gesundheitlich bedenkliche Mengen an Melamin und Formaldehyd aus dem Geschirr in das Getränk übergehen. Das habe die toxikologische Bewertung von Daten der Landesüberwachungsbehörden sowie eine Datenerhebung des Bundesinstituts für Risikoforschung ergeben. Problematisch seien auch harmlos daherkommende Pappbecher und -teller, so Grages. Um ihnen ein wasser- und fettabweisendes „Finish“ zu verleihen, würden die meisten dieser Einwegartikel mit PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) behandelt. Auch dieser Stoff könne in der Umwelt nicht abgebaut werden.

Gütersloher Mehrwegbecher

„Gesundheitlich unbedenklich ist immer noch das Geschirr aus Porzellan“, erklärt Marion Grages. „Mehrwegbehälter aus Edelstahl sind ebenfalls unproblematisch.“ Auch Mehrweg-Kunststoffbecher und -behälter aus dem Kunststoff Polypropylen seien zu empfehlen. Aus diesem Material ist zum Beispiel auch der grüne Gütersloher Mehrwegbecher. Dieser ist in mehreren Bäckereien, Cafés und Schnellrestaurants erhältlich. Die Kunden zahlen beim Kauf des Bechers einen Euro Pfand.

Informationen bei der Abfallberatung

„Die meisten Imbissläden und Restaurants verpacken das Essen auch gern in mitgebrachte Mehrwegbehälter“, berichtet die Expertin aus dem Fachbereich Umweltschutz. „Auch während der Corona-Pandemie ist das nicht verboten.“ Weitere Auskünfte rund um das Thema erteilt Marion Grages unter 05241/822122 oder per E-Mail an marion.grages@guetersloh.de.

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