Gelbes Sediment läuft von Kanal in Gütersloher Dalke


Im Wasser der Dalke ist ein gelbes Sediment entdeckt worden. Der Kreis ordnete das Umpumpen des Regenwassers aus dem Kanal an. 

Sandsäcke verhindern das Einlaufen von Regenwasser in die Dalke. Ein gelbes Sediment war im Wasser entdeckt worden. Die Untere Wasserbehörde ordnete eine Umleitung des Regenwassers in den Schmutzwasserkanal an. Foto: Eichoff

Gütersloh (rebo/ei). Die Untere Wasserbehörde des Kreises Gütersloh hat die Stadt Gütersloh am Mittwoch angewiesen, das Wasser aus einem Regenwasserkanal im Stadtpark nicht mehr in die Dalke einzuleiten. Das anfallende Wasser sei in einen Schmutzwasser-Kanal umzupumpen, erklärte eine Sprecherin der Kreisverwaltung auf Nachfrage. Die Stadt Gütersloh sei zuständig für die Einleitungsstelle.

Schmierige Eintrübung

Seit Mittwochabend werde an der Dalke im Bereich Oststraße die Einleitung von Regenwasser aus dem Kanal in die Dalke mit Hilfe von Sandsäcken aufgehalten, ergänzt Annette Blumenstein, Sprecherin der Stadt Gütersloh. Das Regenwasser werde mittels einer notstrombetriebenen Pumpe in den Schmutzwasserkanal umgeleitet.

Städtische Mitarbeiter hätten am Montag an der Mündung des Kanals in die Dalke eine schmierige Eintrübung der Wasseroberfläche bemerkt und umgehend die Untere Wasserbehörde des Kreises Gütersloh hinzugezogen. 

Zwei Ölsperren

Mitarbeiter hätten die Situation in Augenschein genommen und die Errichtung einer sogenannten Ölsperre veranlasst. Zwei Ölsperren seien umgehend von Mitarbeitern der Feuerwehr angelegt worden. Eine sofort veranlasste Analyse des Stoffs habe ergeben, dass keine Gefahr für die Dalke bestehe.

Die Stadt Gütersloh habe sich umgehend auf die Suche nach einem möglichen Verursacher für den Stoffeintrag gemacht. Es sei jedoch kein Verursacher festzustellen gewesen.

Unterstützung vom THW

Am Mittwoch habe die Stadtverwaltung eine weitere Anordnung des Kreises erreicht, berichtet Annette Blumenstein. Inhalt: Die Einleitung des Regenwassers in die Dalke sei zu stoppen und das Wasser in einen Schmutzwasserkanal umzupumpen.

Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks hätten die städtischen Mitarbeiter im Zuge der Amtshilfe umfassend unterstützt. Unter Flutlichtbeleuchtung seien Sandsäcke gefüllt und vor die Einleitungsstelle gestapelt worden. Bis auf Weiteres werde die Örtlichkeit im Stadtpark täglich überprüft. Durch die Blockade der Einleitstelle durch die Sandsäcke bestehe momentan keine Rückstaugefahr im Regenwasserkanal, betont Blumenstein.

Ursache unklar

Die Sprecherin der Kreisverwaltung ergänzt, die Ursache für das Auftreten des Sediments sei unklar und werde von der Stadt weiter untersucht. Das bisherige Ergebnis der Wasseranalyse habe ergeben, dass zwar keine giftigen Stoffeintragungen vorlägen, die Ablagerung einer Sedimentschicht sei jedoch schädlich für das Gewässer. Daher sei das Umpumpen angeordnet worden.

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