Gütersloher Betriebe für Umweltmanagement ausgezeichnet



Ressourcen sparen und die Umwelt entlasten: 14 Unternehmen zählen nun zu den Ökoprofit-Unternehmen der Regiopolregion Bielefeld.

Vier ausgezeichnete Unternehmen: (v. l.)Reinhard Maas (Maas Natur), Ralph Fritzsche (Kultur Räume), Sarah Jane de Riju (Modus Consult), Gabi Reckersdrees (Wolters), Christine Lang (Erste Beigeordnete Stadt Gütersloh), Helmut Hentschel (Kulturdezernent), Michael Hermanns (Umweltministerium NRW), Ulrich Tepper (IHK Bielefeld) und Elmar Stevens (Baum Consult). Foto: Haberstroh

Gütersloh (gh) - Vier Gütersloher Unternehmen sind als Ökoprofit-Betrieb für Projekte im Umwelt- und Energiemanagement in der Skylobby des Gütersloher Theaters von der Regiopolregion Bielefeld ausgezeichnet worden. Die Kultur Räume Gütersloh, das Bekleidungsgeschäft Maas Natur, der Softwaredienstleister Modus Consult und Wolters Verbindungstechnik sind vier von insgesamt 14 Unternehmen, die sich mit dem betrieblichen Umweltschutz befasst haben.

Umweltschutz und Kostensenkung

„Ökoprofit“ ist ein ökologische Projekt mit dem Ziel, Umweltschutz zu verbessern und zu Kostensenkungen in Unternehmen beizutragen. Hierzu nahmen die Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen seit Februar 2020 an Workshops zu umweltrelevanten Themen und betrieblichen Beratungen teil. 

Als Botschafter andere motivieren

„Es freut mich, dass sie sich dem Prozess stellen. Das kostet Mühe“, sagt Christine Lang, Erste Beigeordnete der Stadt Gütersloh. Um klimaneutral zu werden sei die Politik darauf angewiesen, dass die Bürger und Unternehmen mitmachen. „Berichten Sie von ihren Erfahrungen und ihrem Erfolg. Betrachten Sie sich als Botschafter, versuchen Sie andere zu motivieren“, richtet sich Lang an die vier ausgezeichneten Gütersloher Unternehmen. 

Aus dem Kreis wurden zudem die Hörmann KG Antriebstechnik aus Steinhagen und die OWL Arena in Halle geehrt. Seit 2003 haben 144 Betriebe an dem Projekt „Ökoprofit“ teilgenommen – ein großes Netzwerk ist entstanden. 

Die Wirtschaft profitiert

„Mit geringen Mitteln kann bereits viel erreicht werden“, betont Michael Hermanns vom Umweltministerium NRW. „Sie zeigen, was zukunftsorientierte- und umweltbewusste Unternehmensformen ausmachen.“ Von diesem Engagement profitierten alle, auch die Wirtschaft durch die Transformation. Durch Ressourceneinsparung und die Vermeidung von Abfällen werde nicht nur die Umwelt entlastet, sondern es würden auch Kosten gespart. 

E-Fahrzeuge und LED-Technik

Auch die Gütersloher Unternehmen haben bereits viele Effizienzmaßnahmen identifiziert: Maas Natur nahm bereits zum zweiten Mal teil und spendete seine coronabedingte Steuereinsparung an ökologische und soziale Projekte, erweiterte die LED-Technik im Haus und stellte den Fuhrpark auf E-Fahrzeuge um. „Für 2021 haben wir uns auf die Fahne geschrieben CO2 neutral zu arbeiten“, sagte Geschäftsführer Reinhard Maas. 

133.000 Euro durch Maßnahmen einsparen

Modus Consult wechselte zu Ökostrom, kompensierte Dienstfahrten durch Online-Konferenzen. 2022 führt das Unternehmen einen Familien-Umwelttag durch, um Biodiversität zu fördern. Alle Maßnahmen führen nach eigenen Angaben zu einer jährlichen Einsparung von 133 000 Euro. 

Wolters stellt unter anderem Trinkwasserspender für die Belegschaft bereit und optimierte das Abfallmanagement. Die Installation eines Blockheizkraftwerkes planen die Kultur Räume noch in diesem Jahr, wodurch 35 Tonnen CO2-Emissionen vermieden würden.

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