Gütersloher Firma Amtenbrink investiert in Millionenhöhe


Die Gütersloher Firma Friedrich Amtenbrink investiert in die Zukunft: Sie hat eine Lagerhalle gebaut und die Technik aufgerüstet.

Investieren in die Zukunft: Stefan Döring (60, Geschäftsführender Gesellschafter, links) und Jörg Hochgürtel (46, Leiter der Logistik) vor der neuen 800 Quadratmeter großen Halle. Foto: Dünhölter

Gütersloh (jed) - „Als vorsichtige, bodenständige ostwestfälische Kaufleute sind wir uns der Gefahren des Geschäfts bewusst und handeln immer in der Überzeugung, das Richtige zu tun“: Unmissverständlich trägt Stefan Döring (60) die Firmenphilosophie der Friedrich Amtenbrink GmbH & Co. KG vor. Er ist geschäftsführender Gesellschafter des 1969 gegründeten Stahlservice-Centers. 

Zwei Millionen Euro investiert

In einem pandemiebedingt nur schwer kalkulierbaren Geschäftsjahr 2020 zwei lang geplante Millionen-Investitionen am 30.000 Quadratmeter großen Firmenstandort an der Hülsbrockstraße zu tätigen, passt so gar nicht zum Selbstverständnis des Unternehmens. Es ist nach eigenen Angaben Mitmarktführer für die Verarbeitung, das Brennen, Lasern und Plasmaschweißen von Blechen. 

Ab Anfang Mai wurde trotzdem in die Hände gespuckt. Zur „Optimierung der innerbetrieblichen Logistik für die Zwischenlagerung und die Verladung der Tagesproduktion“, so formuliert es Stefan Döring, ist auf der westlichen Grundstücksgrenze eine 800 Quadratmeter große Lager- und Verladehalle entstanden. Auf die Kapitalanlage aus Stein und Stahl folgte die Modernisierung des Maschinenparks. 

Fiber-Laser ersetzt zwei herkömmliche Laser

Zwei herkömmliche Laser wurden durch einen Fiber-Laser ersetzt. Für Anbau und Laser zusammen nahm Amtenbrink rund zwei Millionen Euro in die Hand. Zwei Drittel der Summe flossen in die neue Technik. Stefan Döring versteht beide Maßnahmen als Investition in die Zukunft der Firma. Besonders gelte das für den Fiber-Laser, über dessen technische Möglichkeiten der Diplom-Kaufmann fast ein wenig ins Schwärmen gerät. 

Laser geht durch Bleche „wie durch Butter“

Laut Stefan Döring beherbergt die rund 1,3 Millionen Euro teure Maschine „die modernste und schnellste Produktionsanlage für Laserzuschnitte, die es derzeit auf dem Markt gibt“. Der Laser gehe durch bis zu 25 Millimeter dicke Bleche „wie durch Butter“. Der neue Laser schaffe mehr als die beiden alten zusammen. Auf dem Markt gebe es kein besseres Modell. „Mit dem Laser haben wir die neueste Technologie“, ist sich der Branchenkenner sicher. 

Der neue Fiber-Laser ersetzt bei Amtenbrink zwei Geräte. Die Investition in den technischen Fortschritt war für den geschäftsführenden Gesellschafter alternativlos: „Wir stellen technische Produkte her. Da muss man auch immer bei der Technik vorne mitspielen.“ Gleiches gelte für die Logistik. Dank der Möglichkeiten der innerhalb von fünf Monaten gebauten Halle „wird die innerbetriebliche Logistik für die Versandwege weiter modernisiert“, so Döring. In den vergangenen Jahren sei der „neuralgische Punkt zwischen Fertigung und Versand nicht optimal“ gewesen.

Geburtstagsversprechen eingelöst

Mit dem Bau der Halle und der Anschaffung des Fiber-Lasers löst die Firmenleitung ein Versprechen ein, das es zum 50. Geburtstag des Unternehmens gegeben hat. Anfang Januar 2019, wenige Tage nach dem runden Geburtstag des am 1. Januar 1969 gegründeten Unternehmens, hatte Stefan Döring als Ziel für die kommenden Jahre formuliert: „Wir wollen weiter technisch auf dem neuesten Stand sein, profitabel arbeiten und uns als zuverlässiger Partner für die 130 Mitarbeiter erweisen.“ 

Fachkräftemangel macht sich bemerkbar

Apropos Mitarbeiter: Alles könnte so schön sein, wenn nicht der leidige Fachkräftemangel wäre. „Wir suchen dringend tüchtige Leute“, wünscht sich Stefan Döring händeringend Zuwachs in der Produktion bei Maschinen- und Anlageführern.

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