Gütersloher Orgelfrühling: die Wiege der Posaunenchöre


Am 20. März startet der Gütersloher Orgelfrühling. Sechs Musikveranstaltungen soll es geben. Ein Ausblick auf das erste Konzert.

Tritt als Solist auf: ESG-Gewächs Helge Tischler, Bass-Posaunist in Lübeck.

Gütersloh (gl) - Zum Frühlingsanfang am 20. März beginnt die sechsteilige Reihe Gütersloher Orgelfrühling in der St.-Pankratius-Kirche. Das erste Konzert startet am Sonntag, 20. März, um 17 Uhr.

Zur Historie des Posaunenchors am Evangelisch Stiftischen Gymnasium

Die Veranstaltung verneige sich vor der Stadt Gütersloh als Wiege aller Posaunenchöre, heißt es in der Ankündigung. Denn am Evangelisch Stiftischen Gymnasium habe „Posaunengeneral“ Johannes Kuhlo vor 151 Jahren als 15-jähriger Pennäler seinen ersten von später Tausenden Posaunenchören in aller Welt gegründet. 

Seitdem werde dieser erste Posaunenchor, der Gymnasial-Posaunenchor, stetig allein von Schülern geleitet, organisiert und dirigiert. Die drei Solisten des Abends seien in ihrer Schulzeit Dirigenten (Präside) dieses Posaunenchors gewesen und hätten so ihre ersten größeren musikalischen Erfahrungen gemacht.

Motto: „In Gütersloh geboren und heute erfolgreich in der Musik-Welt“

Wie fast alle Interpreten der Konzertreihe seien sie „in Gütersloh geboren und heute erfolgreich in der Musik-Welt“, so das Motto des Orgelfrühlings. Professor Stefan Tischler, Solotubist des BR-Symphonieorchesters in München, und sein Bruder Helge Tischler, Bass-Posaunist in Lübeck, musizieren laut Ankündigung zusammen mit Organist Horst Reinkemeier, derzeit hauptamtlicher Kirchenmusiker im Pastoralen Raum Gütersloh und musikalischer Leiter des Orgelfrühlings. 

Die Brüder hätten über ihren Vater erstmals Kontakt mit Blechblasinstrumenten gehabt und später Unterricht bei Joachim Knuth, Eckard Vincke und Thorsten Wieking in Gütersloh genommen. Zusammen mit den beiden Solisten habe Horst Reinkemeier ein zwölfköpfiges Blechbläserensemble zusammengestellt, das die Konzertreihe eröffne.

Musik von Georg Friedrich Händel steht auf dem Programm

Zu hören sein werde die Suite in D-Dur aus der Wassermusik von Georg Friedrich Händel in einer Transkription für fünf Trompeten, zwei Hörner, vier Posaunen, Tuba und Pauken. Im Wechsel mit der Rieger-Orgel der St.-Pankratius-Kirche erklinge zum Abschluss des Konzerts der „Grand Choeur Dialogué“ von Eugèn Gigout. Das Ensemble setze sich zusammen aus Solo-Instrumentalisten verschiedener Orchester, vielfachen Preisträgern von „Jugend Musiziert“ und namhaften Solisten.

Das Ensemble besteht aus Daniel Reichert, Felix Beno, Maik Herrmann, Laurin Libuda, Ludwig Knorr (Trompeten); Hartmut und Gerd Welpmann (Horn); Helge Tischler, Jannis Maaskerstingjost, Goldmund und Orpheus Bothmann (Posaunen); Stefan Tischler (Tuba); Sebastian Ehl und Steffen Krinke (Schlagwerk).

An diesen Stellen gibt es Tickets

Eintrittskarten sind erhältlich für 15 Euro (ermäßigt 10 Euro). Tickets gibt es über Gütersloh Marketing, im Pfarrbüro St. Pankratius, bei den Mitgliedern der Chöre St. Pankratius und an der Abendkasse.

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