Gütersloher Suppenküche soll weiter Zuschuss erhalten


In der Gütersloher Suppenküche gibt es nicht nur eine warme Mahlzeit. Die Gäste werden auch auf Unterstützungsangebote hingewiesen. 

Warme Mahlzeit und mehr: Die Arbeit der Gütersloher Suppenküche soll auch in den kommenden Jahren mit einem städtischen Zuschuss in Höhe von jährlich 30 000 Euro gefördert werden. Foto: Bojak

Gütersloh (rebo) - Die Arbeit der Gütersloher Suppenküche wird von der Stadt Gütersloh jährlich mit 30 000 Euro unterstützt. Die Förderzusage gilt bis Ende des Jahres. Auch ab 2023 soll die Einrichtung mit Sitz an der Kirchstraße 10 a pro Jahr 30 000 Euro aus dem städtischen Haushalt bekommen. Das Geld ist für die Aufrechterhaltung eines niederschwelligen Beratungsangebots vorgesehen, heißt es in der Vorlage für den Ausschuss für Soziales, Familien und Senioren, der am Donnerstag, 25. August, ab 17 Uhr im Ratssaal tagt. 

Gäste werden auf Regelleistungssystem hingewiesen

Die Gäste der Suppenküche sollen damit auf Angebote des Regelleistungssystems hingewiesen werden. Der Zugang zu den Angeboten solle den Menschen über die Suppenküche erleichtert werden, heißt es in der Vorlage, die der Erste Beigeordnete Henning Matthes unterzeichnet hat. 

Der Zuschuss solle zunächst bis zum 31. Dezember 2025 befristet werden. Der Rat müsse einem Beschluss zustimmen.

Türen verbreitert, Notausstiege eingerichtet

Inge Rehbein, Gründerin und Vorsitzende der Suppenküche, hatte beantragt, den Zuschuss, den der Rat 2019 bewilligt hatte, zu verlängern. Sie berichtet zudem, dass in den Räumen der Suppenküche die drei Notausgangstüren und eine Innentür erneuert worden seien. Sie schlügen nun nach außen in Fluchtrichtung auf. 

Die Veränderung sei von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege vorgeschrieben worden. Die Türen seien verbreitert worden. Für den Speiseraum seien Notausstiege über drei Fenster eingerichtet worden. Zudem dürften sich nur noch 30 Gäste gleichzeitig im Speisesaal aufhalten. Rehbein erläutert, dass die Evangelische Kirchengemeinde Gütersloh als Eigentümerin der Immobilie die Kosten für die Umbauten zum größten Teil übernommen habe. Die Miete, die die Suppenküche monatlich zahle, sei deshalb erhöht worden. 

Ehrenamtliche werden gesucht

Seit Anfang Juli werde das Essen an zwei Tagen in der Woche über die Fenster an die Gäste ausgegeben. An zwei Tagen finde die gemeinsame Mahlzeit wieder im Speiseraum statt, erläutert Rehbein. Ziel sei, es den Gästen wieder an vier Tagen pro Woche zu ermöglichen, ihr Essen im Speiseraum zu verzehren, betont Inge Rehbein. Dazu würden noch weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gesucht.

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