Heimatverein Isselhorst erhält NRW-Heimatpreis


Der Dorf-und Heimatverein Isselhorst entwickelt sich zu einem echten Titelsammler. Jetzt gab es den NRW-Heimatpreis 2021.

Festakt in der Holtkämperei: Henner Schröder (Vorsitzender Dorf- und Heimatverein Isselhorst, links) und Jan Motte (Mitarbeiter Stabsstelle Heimat im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW). Foto: Dünhölter

Gütersloh (jed) - Im Herbst erhielt der Verein erst den Heimatpreis von der Stadt Gütersloh. Nun erhielten die Verantwortlichen um den Ehrenvorsitzenden Siegfried Kornfeld und den aktuellen Vereinschef Henner Schröder „on top“, wie Bürgermeister Norbert Morkes (BfGT) sagte, auch noch eine Auszeichnung des Landes NRW.

Übergabe in kleiner Feierstunde

Jan Motte, Mitarbeiter in der Stabsstelle Heimat beim Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, überreichte den Vergangenheitsbewahrern und Zukunftsgestaltern aus dem Lutterdorf in einer kleinen Feierstunde den Heimatpreis 2021. 

Als beispielhafter Verein wurde der Heimatverein bezeichnet. Dotiert ist die Auszeichnung mit 4000 Euro. Beim Heimatpreis 2021 hatte sich das rührige Team aus dem Lutterdorf im Wettbewerb gegen 220 Konkurrenten durchgesetzt. 

Jury hebt „prall gefüllte heimatliche Gesamtpaket“ hervor

Die Fachjury habe das „prall gefüllte heimatliche Gesamtpaket“ gewürdigt, sagte Jan Motte bei der Übergabe in der Holtkämperei. Der Dorf- und Heimatverein bewältige mit vielen Aktionen wie der Renovierung der Holtkämperei, dem Aufstellen der Isselhorster Stelen, dem Dorfentwicklungskonzept 2030 oder dem am Wochenende begangenen Bürgerfest den schwierigen Spagat zwischen der Bewahrung von Traditionen und der Adaption auf die Zukunft. 

„Gesammeltes Wissen als größter Schatz des Dorfs“

„Sie erstarren nicht in Traditionen, sondern versuchen aktiv, Wege in die Zukunft zu gestalten“, sagte Motte. Bürgermeister Norbert Morkes lobte die aus Sicht der Stadt „vielfältigen Arbeitsgemeinschaften“ sowie das im Verein „gesammelte Wissen als größten Schatz des Dorfs“. 

Isselhorster Stelen werten Dorf auf

Gleichzeitig brüte der Verein „nicht im stillen Kämmerlein“. „Ihr geht raus in die Öffentlichkeit und teilt eure Gedanken mit anderen“, sagte Morkes. Beispielhaft für viele andere Aktionen stellte der Verwaltungschef die überall im Dorf präsenten Informationstafeln zu historischen Gebäuden, die Isselhorster Stelen, heraus. „Es war eine fantastische Idee, Isselhorster Geschichte so für jedermann sichtbar werden zu lassen.“ 

Preisgeld wird in weitere Ideen investiert

Das Preisgeld soll dazu verwendet werden, weitere Ideen umzusetzen. Für den 29. und 30. Januar ist zum Beispiel eine Klausurtagung geplant. Sie soll als Anreiz für neue Ideen und zur besseren Konzentration beim Austausch nicht in Isselhorst stattfinden. Dort würden die Vereinsmitglieder auch in Ruhe auf den Titel als beispielhafter Verein anstoßen, versprach Henner Schröder.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.