In Gütersloh startet die Michaeliskirmes


Adrenalin, Höhenflüge und jede Menge Nostalgie: Auf dem Gütersloher Marktplatz beginnt an diesem Samstag die Michaeliskirmes. 

Der Betreiber des „Break-Dance“ Frank Noack (l.) sowie Veranstalter und leidenschaftlicher Schausteller Manuel Schneider freuen sich auf den Start der Gütersloher Michaeliskirmes.   Foto: Roggenkamp

Gütersloh (blz). Auf dem Gütersloher Marktplatz herrscht geschäftiges Treiben: Die Schrauben werden nachgezogen, Fahrgeschäfte poliert und die ersten Buden bestückt. Die Michaeliskirmes steht in den Startlöchern. Von Samstag, 24. September, bis Montag, 3. Oktober, können Besucher des traditionellen Volksfestes zwischen 85 Attraktionen und Buden flanieren.

„Für mich bedeutet die Michaeliswoche in Gütersloh ein echtes Heimspiel“, sagt Manuel Schneider, Schausteller in siebter Generation. Am Samstag, pünktlich um 14 Uhr, wird die Michaeliskirmes klassischerweise von Bürgermeister Norbert Morkes eröffnet. Eingeleitet wird der Rummel mit Freifahrten, einer Tombola und Präsenten.

82 Meter hoher Turm

Dieses Jahr warten einige Höhepunkte auf das Publikum. Seit Tagen unübersehbar: der 82 Meter hohe Aussichtsturm „City-Skyliner“. Er lockt mit exklusiven Ausblicken auf die Kreisstadt.

„Wir haben besonders darauf geachtet, dass es viele Angebote für die ganze Familie gibt“, sagt der Veranstalter. Zum ersten Mal vertreten sei das Kinderfahrgeschäft „World of Fantasy“, das mit sprechenden Autos begeistert. Neben dem altbekannten „Baby-Flug“, ist mit der Familienachterbahn „Kuddel der Hai“ aus Hamburg eine weitere Attraktion ins Programm eingezogen. Kinder ab zwei Jahren sind willkommen.

In Nostalgie schwelgen können Besuchende bei einer Fahrt mit dem Musikexpress. Das ehemals als Raupe bekannte Karussell ist fester Bestandteil im Programm. Gleiches gilt für den Kult-Publikumsmagnet „Big Monster“. Der Betreiber des „Break-Dance“ Frank Noack betont: „Wir sind der Dauerbrenner der Jugend.“ Er selbst fahre jeden Tag mindestens eine Runde im eigenen Fahrgeschäft.

Feuershow am Abend

Hartgesottene erleben im „Heroes“ oder im „Fighter“ einen Adrenalinschub. „In 42 Metern Höhe werden Passagiere durch die Luft gewirbelt“, so der Betreiber Marco Mages. Abends wird das Ganze mit einer Feuershow begleitet. Gebrannte Mandeln, Crêpes und Paradiesäpfel, die kulinarischen Selbstläufer, werden durch Langos, Churros, vegane Gerichte und Käse-Döner ergänzt. Je nach Gusto wird der süße oder herzhafte Zahn befriedigt.

Die Corona-Beschränkungen sind aufgehoben. Nach dem „Pop-Up-Michaelispark“ im Vorjahr freut sich Manuel Schneider, dass „alle Pforten offen sind, ohne 3G oder Eintrittsgeld“. Die aktuelle Energiekrise sei für die Schausteller weniger gravierend: „Wir Schausteller sind Vorreiter. Seit drei Jahren sparen wir aktiv Energie“, äußert sich Schneider. 

Der Betrieb laufe mit LED-Lampen, umweltfreundlichen Motoren und biologisch abbaubaren Ölen. Dadurch verbrauchen die Fahrgeschäfte zwei Drittel weniger Energie. „Alle Schaustellerkollegen arbeiten zusammen, um den Verbrauch zu minimieren.“

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