Jugend macht mobil gegen sogenannte Spaziergänger


Gütersloher Jugendorganisationen wollen ein Zeichen gegen Impfgegner und Corona-Skeptiker setzen. Deshalb rufen sie zur Gegendemo auf. 

Sebastian Sieg ist als Mitglied der Jungen Sozialisten (Jusos) der Anmelder der Gegendemonstration in Gütersloh. Foto: Privat

Gütersloh (gl) - Ein Bündnis aus Jugendorganisationen macht mobil gegen die sogenannten Montagsspaziergänger und ruft zur Demonstration für ein solidarisches Miteinander auf.

Versammlungsgesetz respektieren

Nachdem sich an den vergangenen zwei Montagen sogenannte Querdenker und Corona-Leugner in der Gütersloher Innenstadt unangemeldet getroffen und versucht hätten, das Versammlungsgesetz auszuhebeln, wollen nun örtliche Jugendorganisationen eine Gegendemonstration veranstalten.

Die von den Jungen Sozialisten (Jusos) für Montag, 17. Januar, um 18 Uhr angemeldete Demo soll auf dem Berliner Platz stattfinden. Die Jugendorganisationen rufen dazu auf, sich für ein solidarisches Miteinander zusammenzuschließen.

Impfgegner an der Seite Rechtsextremer

„Wir positionieren uns klar gegen die absichtlich unangemeldeten sogenannten Lichterspaziergänge“, sagt Moritz Homann, Vorsitzender der Jusos, dazu. „Wir finden es besorgniserregend, dass die Bewegung, die sich aus Impfgegnern und Querdenkern zusammensetzt, mit der rechtsextremen Szene vermischt.“

Es sei eine laute Minderheit, die die tatsächliche Haltung der Gütersloher überschatte und versuche, geltendes Recht zu umgehen, ergänzt Sebastian Sieg, Mitglied der Jusos und Anmelder der Versammlung.

Rechtsstaat darf nicht untergraben werden

„Was wir hier sehen, ist eine Untergrabung des Rechtsstaats. Da die Polizei diese unangemeldeten Aufmärsche nicht unterbindet, sondern schützt, sehen wir uns gezwungen, dieses Zeichen zu setzen.“

Die Demonstration startet am Montag, 17. Januar, um 18 Uhr auf dem Berliner Platz unter Einhaltung der geltenden Corona-Regeln. Es sei zwingend erforderlich, während der gesamten Versammlung eine medizinische Maske zu tragen. Die Organisatoren hoffen auf zahlreiche Unterstützung aus der Gesellschaft.

Jugend hofft auf viele Mitstreiter

Neben den Jusos rufen die Grüne Jugend, Links Jugend, Fridays For Future, IG Metall-Jugend, die Falken, die Seebrücke sowie das Jugendwerk der Arbeiterwohlfahrt (Awo) zum Protest auf.

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