Jugendförderverein Spexard erhält den Heimatpreis


78.000 Euro hat der Jugendförderverein Spexard im Laufe der Jahre für die Arbeit im Ortsteil gespendet. Jetzt erhielt er den Heimatpreis der Stadt. 

Die roten Jacken sind ihr Markenzeichen:  Der Vorstand des Jugendfördervereins Spexard bekam von der Stadt Gütersloh den Heimatpreis 2022 verliehen. Auf dem Foto (v.l.): Hermann Vondereck, Christian Janzen, Jana Jäger-Gottsleben, Klaus Meiertoberens, Susanne Gothe, Thorsten Bockholt und Hanka Rautenberg bekam von der Stadt Gütersloh den Heimatpreis 2022 verliehen. Es fehlen Bernhard Jakobtorweihen, Petra Max und Anja Willmann. Foto: Dünhölter

Gütersloh (jed). Der Spexarder Titel-Hattrick ist komplett. Seit 2020 belohnt die Stadt einmal im Jahr kulturaktive Vereine oder Personen für ihren herausragenden Einsatz im Sinne der Allgemeinheit mit der Vergabe des Gütersloher Heimatpreises. Am Dienstag wurde zum dritten Mal in Folge ein Verein aus dem Ortsteil mit dem Specht im Wappen ausgezeichnet.

Eindeutiges Ergebnis

Nach dem Schützenverein St. Hubertus (2020/Rang zwei hinter dem Dorf- und Heimatverein Isselhorst) und dem Heimatverein (2021/Platz zwei hinter der Bürgerbühne) durfte sich mit dem Jugendförderverein als Ausrichter des Weihnachtsmarkts eine weitere Gruppe aus Spexard über den in diesem Jahr ungeteilten Preis und 5000 Euro für die Gemeindearbeit freuen.

Im Anschluss an die Feierstunde im Spexarder Bauernhaus erläuterte die städtische Fachbereichsleiterin Lena Jeckel den Juryentscheid: „In den vergangenen Jahren waren die Unterschiede zwischen den Nominierten viel kleiner, weshalb wir uns für eine Teilung des Preises entschieden haben. In diesem Jahr war es eindeutig.“ 

„Ich ziehe den Hut“

Aus den fünf eingegangenen Bewerbungen ragte der Jugendförderverein aufgrund seiner „generationsübergreifenden, gemeinschaftlichen Arbeit heraus, die auch während der Coronazeit fortgesetzt wurde. Das war nicht einfach“, so Jeckel. Bürgermeister Norbert Morkes hatte die Verdienste des ehemaligen „Arbeitskreises Weihnachtsmarkt“ im Heimatverein Spexard kurz zusammen gefasst: „Vor eurem Engagement ziehe ich den Hut. Ihr habt es einfach verdient.“

Die Geschichte des Jugendfördervereins begann am 1. Juni 2006 nach der aus steuerrechtlichen Gründen erfolgten Trennung vom Heimatverein. In seiner Dankesrede bekräftigte Geschäftsführer Christian Janzen den primären Zweck des Jugendfördervereins: „Ziel war es von Anfang an, viele Spexarderinnen und Spexarder jeglichen Alters in die Durchführung des Weihnachtsmarktes einzubeziehen, und den Erlös der Kinder- und Jugendarbeit vor Ort zur Verfügung zu stellen.“ 

78.000 Euro ausgeschüttet

Bis heute konnten durch die Erlöse, Spenden und die zwischenzeitlich ins Leben gerufenen Ü-40-Party 78.000 Euro für die Arbeit in Spexard ausgeschüttet werden. Christian Janzen hob in seiner emotionalen Dankesrede den Stellvertretergedanken des Jugendfördervereins hervor: „Der Heimatpreis gehört allen Spexarderinnen und Spexardern, die uns Jahr für Jahr mit ihrer Unterstützung zur Seite stehen. Die Zusammenarbeit ist großartig, der Zusammenhalt auch. Wenn viele nur ein bisschen anpacken, kommt etwas Großes heraus.“

Das Preisgeld in Höhe von 5000 Euro soll dem Weihnachtsmarkt zu Gute kommen. Nach Einschätzung von Christian Janzen sollen den zehn eigenen Hütten „weitere folgen, damit wir dauerhaft Geld einsparen können“.

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