Kirchen sollen im Leitsystem ergänzt werden



Die Innenstadtkirchen sollen im Fußgängerleitsystem für die Gütersloher Innenstadt ergänzt werden. Die Verwaltung warnt.

Im Juni wurde das Fußgängerleisystem in der Gütersloher Innenstadt aufgebaut. Foto: Herzog

Gütersloh (din) - Nach einigen Jahren Vorlauf ist im Sommer das neue Fußgängerleitsystem in Gütersloh installiert worden. Wichtige Anlaufstellen und Sehenswürdigkeiten sind auf den Schildern verzeichnet. Schnell bemerkten die Kirchengemeinden, dass die drei Innenstadtkirchen so gut wie gar nicht genannt werden. Dieser Umstand löste allseits Kritik aus. 

Am 15. Juli kündigte die CDU-Fraktion für die erste Sitzung des Ausschusses für Planung, Bauen und Immobilien nach den Sommerferien (16. August) einen Antrag an, Hinweise auf die Apostel-, die Martin-Luther- und die Kirche St. Pankratius zu ergänzen. Das hat sie versäumt. Stattdessen gab es in der Septembersitzung des Mobilitätsausschusses eine Anfrage in nichtöffentlicher Sitzung. 

SPD beantragt, Kirchen zu ergänzen

Jetzt ist die SPD der Union zuvorgekommen. In einem Antrag für die Sitzung am Donnerstag, 8. Dezember (17 Uhr), fordert deren Sprecher im Ausschuss, Dr. Thomas Krümpelmann, „das Fußgängerleitsystem in der Innenstadt mit Hinweisschildern auf die historischen Innenstadtkirchen nachzurüsten“. 

In einem Bericht an den Ausschuss informiert die Technische Beigeordnete Nina Herrling über die Gründe für das Fehlen. Demnach sind die Kirchen nicht vergessen worden. „Um eine Überfrachtung und einfache Lesbarkeit der Schilder an den einzelnen Standorten zu gewährleisten, wurden die einzelnen Ziele zudem priorisiert“, heißt es in der Mitteilung. Die Kirchen im Innenstadtbereich hätten eine niedrige Priorität erhalten. So werde aus Gründen der Lesbarkeit die Apostelkirche auf dem Ziel „Alter Kirchplatz“ durch das Piktogramm „Kirche“ abgebildet. Auf das Ziel „Martin-Luther-Kirche“ weise ein Schild hin. 

Rathaus genießt hohe Priorität

Eine hohe Priorität hätten übergeordnete Ziele wie der Berliner Platz, das Rathaus und der Bahnhof, „da sie wichtige Quellen des Fußverkehrs sind“.

Grundsätzlich sei das Fußgängerleitsystem erweiterbar und eine Veränderung der Priorisierung der Ziele möglich. Aber: „Eine Zielbeschilderung ist jedoch nur dann zielführend, wenn die Beschilderung eines Ziels ohne Unterbrechung gewährleistet werden kann. Änderungen der Priorisierungen sollten daher immer unter den Aspekten Übersichtlichkeit und Überfrachtung der einzelnen Wegweiserstandorte diskutiert werden.“

Gerade die Wegweiserstandorte in der Nähe des Berliner Platzes und des Rathauses wiesen schon jetzt eine hohe Anzahl an Hinweisen auf.

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