Miele übernimmt belgischen Staubsaugerbeutel-Hersteller


Miele aus Gütersloh expandiert. Der Hausgerätehersteller hat einen langjährigen Geschäftspartner aus Belgien übernommen.

Freuen sich auf die gemeinsame Zukunft (v.l.): Dr. Markus Miele, Geschäftsführender Gesellschafter von Miele, Frits Schultink, CFO von Eurofilters, Dr. Reinhard Zinkann, Geschäftsführender Gesellschafter von Miele, Jan Schultink, CEO von Eurofilters, und Dr. Stefan Breit, Geschäftsführer Technik von Miele. Foto: Miele

Gütersloh (dpa/gl) - Der Hausgerätehersteller Miele aus Gütersloh hat den belgischem Staubsaugerbeutel-Hersteller Eurofilters komplett übernommen. Durch die Übernahme erschließe sich Miele neue Geschäftsfelder und erhöhe gleichzeitig die eigene Wertschöpfung im strategisch wichtigen Geschäft mit Staubsaugerzubehör, sagte Miele-Manager Gernot Trettenbrein am Dienstag in Gütersloh.

Auch Gesichtsmasken im Portfolio

Neben Staubbeuteln stellt Eurofilters mit 160 Beschäftigten im belgischen Pelt auch Material zur Herstellung von Gesichtsmasken sowie zur Blutfiltration her. Mit seinem Produkt- und Patentportfolio passe Eurofilters hervorragend zu Miele, sagte Trettenbrein.

Auch Miele baut neben Waschmaschinen, Herden und Staubsaugern Geräte für medizinische Einrichtungen und Labore sowie zur Luftreinigung. Die beiden Unternehmen verbindet bereits eine langjährige Geschäftsbeziehung: Eurofilters produziert einen großen Teil der bei Miele erhältlichen Staubbeutel. Zum Kaufpreis machten die Unternehmen keine Angaben.

Bisherige Inhaber ziehen sich zurück

„Als Bestandteil der Miele Gruppe ist unser Unternehmen hervorragend für die Zukunft aufgestellt“, wird Eurofilters-Firmenchef Jan Schultink, der sich gemeinsam mit seinem Bruder mittelfristig aus Altersgründen aus dem Unternehmen zurückzieht, in einer Mitteilung zitiert.

Hintergrund: Miele hat im Geschäftsjahr 2020 rund 4,5 Milliarden Euro Umsatz gemacht. In fast 100 Ländern/Regionen ist Miele mit eigenen Vertriebsgesellschaften oder über Importeure vertreten. Weltweit beschäftigt der Konzern etwa 20.900  Mitarbeiter, etwa 11.050 davon in Deutschland. Hauptsitz ist Gütersloh. (gl)

„Wir freuen uns sehr darüber, dass wir mit dem traditionsreichen deutschen Familienunternehmen und Qualitätsführer, der zudem schon lange zu unseren wichtigsten Abnehmern zählt, einen verantwortungsvollen und langfristig planenden Nachfolger gewinnen konnten“, ergänzt Frits Schultink.

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