Mit den Wapelbeats kehrt die Freude zurück 



Zwei Jahre keine Wapelbeats. Jetzt wurde im Gütersloher Wapelbad wieder gefeiert und die Freude kehrte zurück.

Ausgelassene Stimmung: 1800 Tickets wurden für die Wapelbeats verkauft. Die meisten Feiernden waren durchgeimpft und benötigten keinen negativen PCR-Test. Foto: Tschackert

Gütersloh (matt) - „Es tut so gut“, sagt Frieda lächelnd und gibt sich dem wummernden Bass und den Techno-Beats hin. So wie viele der insgesamt 1800 Besucher der 50. Wapelbeats es am Samstag getan haben, um einfach Spaß zu haben und wieder das Gefühl von Freiheit zu genießen.

„Die jungen Menschen brauchen das“, sagt Wapelbad-Bademeister Matthias Markstedt (60). Für ihn und seine 60 Helfer ist es die Triebfeder gewesen, doch noch quasi auf der letzten Rille im Spätsommer dieses Jahres wenigstens einmal die Beats im Wapelbad wummern zu lassen. 

Nur 1800 Besucher dürfen auf das Areal. Die Karten waren – obwohl sie doppelt so teuer waren wie gewöhnlich – im Internet schnell vergriffen. „Man merkt förmlich, wie ausgehungert die jungen Menschen sind“, sagt Markstedt. Den fast zweifachen Eintrittspreis rechtfertigt er mit der coronabedingt reduzierten Besucherzahl. „Das Geld brauchen wir, um über die Runden zu kommen“, erklärt der Vorsitzende des Fördervereins Wapelbad, den die meisten als Bademeister kennen. Sonst feiern dort gut 4000 meist jugendliche Besucher. 

Zwei Macher, ein Beat: Bademeister Matthias Markstedt (l.) und sein Stellvertreter DJ Simon Drosten sind froh, dass die Wapelbeats zurück sind.Allein 60 ehrenamtliche Helfer sind am Samstag im Einsatz. „Sonst ginge es gar nicht.“ Markstedt kann schon zu einem frühen Zeitpunkt mit einem guten Gefühl und einem Lächeln im Gesicht die Szenerie auf sich wirken lassen. Es läuft hervorragend: Die Stimmung ist fantastisch und ausgelassen, aber entspannt. Sein Stellvertreter Simon Drosten übernimmt als DJ die Mittelschicht. Er bringt mit seinem Mix die Partygemeinde für den Topact des Abends, Format:B, auf die richtige Betriebstemperatur. 

Zu dem Zeitpunkt warten noch zahlreiche Ticketbesitzer in einer langen Schlange vor dem Wapelbad geduldig auf Einlass. Auch dort herrscht Gelassenheit. „Was mich schon erstaunt ist, dass wir bislang kaum Leute mit Tests dabei haben. Fast alle jungen Menschen sind geimpft – und zwar komplett“, sagt Markstedt und zeigt sich ein wenig überrascht, ist es dann aber auch wieder nicht. Zu lange seien Jugendliche und junge Erwachsene durch Lockdowns weggesperrt gewesen. Die Freude, endlich wieder feiern zu dürfen, sei dafür umso größer. 

„Es macht einfach nur Spaß“

Nicht nur Frida genießt mit ihren Freundinnen Edda und Carla die Wapelbeats direkt an der Bühne, sondern auch Jacky, Sarah und Johanna, sie allerdings von etwas weiter hinten. Alle drei sind Wapelbeats-Fans und genießen die gute Stimmung um sie herum. „Es macht einfach nur Spaß. Draußen zu sein und feiern zu können. Das haben wir alle total vermisst“, sagt Jacky aus Gütersloh.Hatten großen Spaß: (v. l.) Jacky, Sarah und Johanna aus Gütersloh besuchten am Samstag die Wapelbeats.

Die Szenerie ist schließlich auch perfekt: Spätsommerliche Temperaturen, und die langsam untergehende Sonne schickt letzte wärmende Strahlen über das 8000 Quadratmeter große Gelände des Wapelbads. Als dann Drosten auch noch den Hair-Klassiker „Let the sun shine“ im Remix von Milk & Sugar als Hook einfädelt, gehen die Arme vor der Bühne reihenweise in die Höhe und es bilden sich immer mehr tanzende Grüppchen. Party-Spaß pur herrscht bei den 50. Wapelbeats. Aber nur bis 23 Uhr. Dann ist Feierabend – wie sonst auch.

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