Musikgenuss bei Woche der kleinen Künste in Gütersloh



2021 fand die Woche der kleinen Künste in Gütersloh nur in abgespeckter Form statt. In diesem Jahr geht es wieder in die Vollen.

Fatcat nennt sich die Funkband, die aus acht verrückten Vollblutmusikern um den deutsch-amerikanischen Sänger Kenny Joyner besteht. Am kommenden Freitag treten sie bei der Woche der kleinen Künste auf dem Dreiecksplatz in Gütersloh auf. Foto: Felix Groteloh

Gütersloh (akl) - Irischer Folk mit argentinischen Rhythmen, exotische Klänge und Bigband-Sound mit Techno: Das und noch vieles mehr erwartet die Zuhörerinnen und Zuhörer ab Montag, 8. August, bei der Woche der kleinen Künste am Dreiecksplatz in Gütersloh – in diesem Jahr wieder ohne coronabedingte Einschränkungen.

„Wir freuen uns genauso wie die Künstlerinnen und Künstler auf die tollen Veranstaltungen: nämlich wie Bolle“, sagt Hans-Hermann Strandt, Vorsitzender der Kulturgemeinschaft Dreiecksplatz, im Gespräch mit dieser Zeitung. Zwar sei der Stressfaktor in den letzten Zügen der Vorbereitungen durchaus hoch – erkennbar an Strandts regelmäßig klingelndem Handy. Aber das sei die gewohnte Routine. „Im vergangenen Jahr, mit all den zu beachtenden Vorgaben, waren wir nervlich angespannter“, sagt Strandt.

„Viele spannende Projekte“

In diesem Jahr gibt es keine Beschränkungen mehr bei der Zuschauerzahl. Jeder kann kommen, kostenlos. Auch die Maskenpflicht entfällt. Die Gastronomie öffnet jeden Abend um 18 Uhr über die ansässigen Gastronomen und über acht mobile Stände rund um den Dreiecksplatz.

Von der Besetzung in diesem Jahr ist Strandt begeistert. „Wir sind stilistisch breit aufgestellt und haben viele spannende Projekte für die Woche der kleinen Künste gewinnen können“, sagt er. Von der Devise, dass Künstler nicht ein zweites Mal auftreten, wird in diesem Jahr eine Ausnahme gemacht.

Jazzrausch Bigband kommt zum zweiten Mal

Die Jazzrausch Bigband spielte bereits in der vergangenen Ausgabe – und begeisterte die Zuschauer. Durch die coronabedingten Einschränkungen kamen allerdings nur 700 Menschen in den Genuss der Mischung aus Bigband-Sound und Techno. „Da haben wir uns gedacht: ‚Das schreit nach einer Wiederholung‘“, sagt Strandt. Auch die Bigband sei von der Veranstaltung begeistert gewesen und hätte sofort für einen weiteren Auftritt zugesagt.

Strandt rechnet damit, dass die Zuschauerzahlen von vor der Pandemie wieder erreicht werden: also 1500 bis 2500 Menschen pro Tag. Bleibt nur noch zu hoffen, dass keiner der Künstler sich mit dem Coronavirus infiziert und kurzfristig absagen muss.

Vielfältiges Programm an fünf Tagen

Zehn Auftritte sind im Rahmen der Woche der kleinen Künste geplant:

Montag, 8. August: Los geht es ab 19.30 Uhr mit Los Paddys, einem siebenköpfigen Ensemble aus Irland, das keltische Klänge mit südamerikanischen Rhythmen kombiniert. Ab etwa 21.15 Uhr folgen Michelle David & The True Tones mit einer Mischung aus Afrofunk, Soul, Calypso und Reggae.

Dienstag, 9. August: Die Popsängerin Lùisa überzeugt laut Ankündigung mit ihrer rauen und emotionalen Stimme, ihren tiefgründigen Texten und als Gitarristin mit feiner Saitenkunst. Ihr Auftritt beginnt um 19.30 Uhr. Ab 21.15 Uhr folgt die Rock- und Popmusikerin Morgane JI aus La Réunion, die mit ihrer Band stets darauf aus sei, Unvorhersehbares zu schaffen.

Mittwoch, 10. August: Bei dem Small Kingdom – South African Project trifft ab 19.30 Uhr Klassik auf Populärmusik. Das Ensemble besteht aus dem deutschen Gitarristen und Sänger Ron Spielmann, dem österreichischen Schlagzeuger Andy Winter und der südafrikanischen Sängerin Melanie Scholtz. Anschließend gibt es modernen Bluesrock mit Meena Cryle & The Chris Fillmore Band.

Donnerstag, 11. August: Um 19.30 Uhr eröffnet der Rheda-Wiedenbrücker Pohlmann den Abend. Seit seinem Hit „Wenn jetzt Sommer wär“ ist er weit über den Kreis Gütersloh hinaus bekannt. Ab 21.15 Uhr folgt Thorbjørn Risager mit seinem wilden Mix aus Blues, Soul, Rock und R’n’B.

Freitag, 12. August: Der letzte Abend startet um 19.30 Uhr mit der Funkband Fatcat und schließt ab 21.15 Uhr mit der Jazzrausch Bigband. Dort vermischt sich Bigband-Sound mit Techno und House.

www.dreiecksplatz-gt.de

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