Nechemia Peres mit Reinhard-Mohn-Preis ausgezeichnet


Der Reinhard-Mohn-Preis der Gütersloher Bertelsmann Stiftung ist am Donnerstag an den Vorsitzenden Nechemia Peres verliehen worden.

Nechemia Peres, Vorsitzender des „Peres Center for Peace and Innovation“, und Liz Mohn, Ehrenmitglied des Kuratoriums und weltweite Repräsentantin der Bertelsmann Stiftung, bei der Preisverleihung. Foto: Bertelsmann Stiftung/Besim Mazhiqi

Gütersloh (dpa/gl) - Für sein herausragendes Engagement für Innovationen ist der israelische Unternehmer Nechemia (Chemi) Peres am Donnerstag in Gütersloh mit dem Reinhard-Mohn-Preis 2020 ausgezeichnet worden. Der mit 200.000 Euro dotierte Preis wurde wegen der Corona-Pandemie mit einem Jahr Verspätung vergeben.

Sohn von Friedensnobelpreisträger

Peres ist der Sohn des 2016 verstorbenen Friedensnobelpreisträgers Schimon Peres. Der 63-Jährige führt die Arbeit des von seinen Vater 1996 in Tel Aviv gegründeten „Peres Center for Peace und Innovationen“ fort.

Peres Senior hatte das Zentrum aufgebaut, um Innovationen und den wirtschaftlichen Fortschritt in Israel zu stärken. Dabei sollen auch ein friedliches Zusammenleben aller Bürger Israels sowie ein dauerhafter Frieden zwischen Israel und seinen Nachbarn in der Nahost-Region gefördert werden. „Seine Arbeit im Sinne der Gesellschaft macht Chemi Peres zu einem würdigen Träger des Reinhard Mohn Preises“, sagte Liz Mohn, Ehrenmitglied des Kuratoriums und weltweite Repräsentantin der Bertelsmann Stiftung.

Hintergrund: Der Preis erinnert an den 2009 verstorbenen Gründer der Bertelsmann Stiftung, Reinhard Mohn. Der Preis zeichnet international renommierte Persönlichkeiten aus, die sich um wegweisende Lösungen zu gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen verdient gemacht haben. Die Preisvergabe beruht auf einer weltweiten Recherche nach innovativen Konzepten und exemplarischen Lösungsansätzen für Herausforderungen, die für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands von entscheidender Bedeutung sind. 2018 war Altbundespräsident Joachim Gauck der Preisträger, 2017 der ehemalige Staatspräsident von Estland, Toomas Hendrik Ilves. (gl)

Liz Mohn würdigt Preisträger

„Das herausragende Engagement von Chemi Peres durch die Förderung von Innovation und Fortschritt, die gleichermaßen den Menschen in Wirtschaft und Gesellschaft unabhängig von ihrer Herkunft dient, macht ihn zu einem Vorbild und zu einer besonderen Persönlichkeit“, sagte Liz Mohn in ihrer Würdigung weiter. Peres stehe stellvertretend für die Innovations- und Startup-Nation Israel, heißt es in der Begründung für die Preisvergabe.

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