Siebte Gütersloher Woche der seelischen Gesundheit



Bereits zum siebten Mal findet die Gütersloher Woche der seelischen Gesundheit statt. Sie bittet Impulse für das psychische Wohlergehen.

Stellten das Programm für die siebte Gütersloher Woche der seelischen Gesundheit Gütersloh vor: (v. l.) Anette Harnischfeger, Hans-Werner Küster, Dr. Fabian Klein, Dr. Klaus-Thomas Kronmüller, Günter Philipps, Bürgermeister Norbert Morkes, Jenny von Borstel, Samira Kablo und Maria Wöstemeyer-Hampe. Foto: Lange

Gütersloh (dl) - Den Erfolg einer Veranstaltung misst Dr. Klaus-Thomas Kronmüller nicht an Teilnehmerzahlen. „Wichtiger ist die Qualität des Austauschs der Menschen untereinander“, sagt der Ärztliche Leiter des LWL-Klinikums. 

Programm ist breit gefächert

Impulse, um das psychische Wohlbefinden zu steigern: Darum geht es im Kern bei der Gütersloher Woche der seelischen Gesundheit. Die vom Bündnis gegen Depression initiierte Reihe findet zum siebten Mal statt. 

Das Programm (23. September bis 10. Oktober) ist breit gefächert: Vorträge, Workshops, Projektvorstellungen, Sportangebote, Filmvorführungen, Spaziergänge und Podiumsdiskussionen sollen die Menschen im gesamten Kreis Gütersloh erreichen. 

Achtsamkeit ist ein zentraler Begriff

Immer wieder fällt der Begriff „Achtsamkeit“ bei der Programmvorstellung. „Im Strudel der Hektik sehen wir nur noch uns selbst, aber nicht unseren Nächsten“, sagt etwa Bürgermeister Norbert Morkes (BfGT), der die Woche der seelischen Gesundheit als Schirmherr begleitet. „Dabei ist es wichtig, auf andere zu achten und zu fragen: Was kann ich für dich tun?“ 

„Depression ist behandelbar“

Auf drei Kernaussagen macht das Bündnis gegen Depression laut Kronmüller aufmerksam: Depression kann jeden treffen, Depression hat viele Gesichter, und – für den Mediziner am wichtigsten – Depression ist behandelbar. So soll die Aktionswoche Anregungen liefern, was man Gutes für seine Psyche tun kann. Die Organisatoren haben beobachtet, dass vor allem Formate beliebt sind, die Redeanlässe nach sich ziehen – seien es Filmvorführungen oder Vorträge. 

Hörspiel wird uraufgeführt

„Solch ein Input führt zu Fragen und Antworten“, meint Jenny von Borstel (Bigs). Besonders hebt Kronmüller zwei Veranstaltungen hervor: Studierende des Kurses „Theater fürs Leben“ des Recovery College haben das Hörspiel „Herz.Kopf.Hand“ produziert, das die Themen Stigmatisierung und Unterdrückung aufgreift. „In der Gütersloher Stadtbibliothek erlebt es am 28. September seine Uraufführung“, sagt Kronmüller. 

Corona-Pandemie ist Thema

Und welche Diskussion sich nach dem Film „Fragen Sie Dr. Ruth“ – ein Streifen über das Leben der Sex-Therapeutin Ruth Westheimer (30. September) – entspinnt, darauf sei er sehr gespannt. Auch wenn die Aktionswoche nie einem Hauptmotto folgt, sondern auf Vielfalt abzielt, wird ein Aspekt besonders betont: die Corona-Pandemie. „Wie geht es der Jugend?“ ist eine Gesprächsrunde (7. Oktober) überschrieben, an der möglichst viele Kinder und Jugendliche teilnehmen sollen. 

Jugendliche mit Video-Clip erreichen

Doch wie erreicht man diese Zielgruppe, die sich vor allem über das Internet informiert? Morkes hat die zündende Idee: Gemeinsam mit Kronmüller will er in einem Video für diese Veranstaltung werben. Der Clip soll kurz vor diesem Termin bei Instagram und Facebook scharf geschaltet werden.

Das vollständige Programm und Teilnahmebedingungen finden Interessenten im Internet.

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