Union regt Pool mit Unterkünften für Geflüchtete an



An der Unterbringung von Geflüchteten in Gütersloh wird auf verschiedenen Ebenen gearbeitet. Die CDU hat dazu eine Idee.

Hinter den Kulissen soll angeblich über Unterbringungsmöglichkeiten in der ehemaligen Flugplatz-Kaserne gesprochen werden. Dort gibt es Gebäude jüngeren Datums. Foto: Dinkels

Gütersloh (din) - Mit dem Winter und dem fortschreitenden Krieg in der Ukraine rechnen viele auch in Gütersloh wieder mit mehr Flüchtlingen. Das Land NRW bringt seit November Menschen aus der Ukraine in der Siedlung an der Englischen Straße unter. Erwogen wird nach wie vor, auch die ehemalige Mansergh-Kaserne zu diesem Zweck für das Land herzurichten. Berichten zufolge wird hinter den Kulissen zudem daran gedacht, auf die ehemalige Flugplatz-Kaserne an der Marienfelder Straße zurückzugreifen. Dort soll es in Kürze eine Begehung geben. Entschieden ist aber offenbar nichts. 

Sporthallen, Aulen und die Stadthalle

Die CDU-Fraktion im Stadtrat drängt nun darauf, die Unterbringung von Geflüchteten durch die Stadt Gütersloh systematischer anzugehen. So hat die Union für den Hauptausschuss am Montag, 12. Dezember, den Antrag gestellt, die Verwaltung möge einen Pool mehrerer potenzieller Unterbringungsmöglichkeiten für die Notbelegung mit geflüchteten oder auch notleidenden Menschen erstellen. Dazu könnten Sporthallen, Aulen, die Stadthalle und andere Örtlichkeiten gehören. Die Liste soll mit den jeweiligen Nutzern sowie den Fraktionen im Rat abgestimmt werden, schreibt die CDU. 

Die Verwaltung soll außerdem auf der Basis dieses Pools ein Rotationsverfahren zur Belegung der Örtlichkeiten zu erstellen. Für die Organisation und Betreuung soll die Verwaltung eine eigene Struktur mit einem Organigramm entwickeln. 

Akzeptanz und Planbarkeit würden steigen

In der Begründung verweist die Union darauf, dass 2015 im Zuge der kurzfristigen Unterbringung von Menschen insbesondere aus Syrien die Sporthallen in Spexard und Friedrichsdorf als Unterkünfte genutzt wurden. 2022 sei infolge des russischen Krieges gegen die Ukraine die Sporthalle in Spexard erneut zu diesem Zweck gesperrt worden und es seien Überlegungen angestellt worden, auch die Sporthalle in Friedrichsdorf erneut zu belegen. 

„Durch den Aufbau eines rotierenden Pools an Unterbringungsmöglichkeiten können zukünftige insbesondere Fluchtereignisse von der Gütersloher Gesellschaft besser und mit einer hoch bleibenden Akzeptanz aufgefangen werden“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Heiner Kollmeyer. „Viele Schultern können mehr tragen.“ 

Höhere Kapazitäten

Die Planbarkeit würde sich verbessern, da die Belegungsintervalle der Einrichtungen entzerrt würden. Die Gesamtkapazität bei Fluchtereignissen und damit die gesellschaftliche Resilienz bei einer sehr hohen Anforderung würde erhöht werden, da der gesamte Pool genutzt werden könnte, erläutert Kollmeyer.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.