Beschwingte Stimmung herrscht am Greffener Bürgerhaus


Das Sauerkrautstampfen am Bürgerhaus in Greffen hat sich großer Beliebtheit erfreut. Und auch beim Weinfest ging es beschwingt zu.

Für die beschwingte Stimmung war er verantwortlich: der Harsewinkeler Saxophonist Werner Fiedler.

Greffen (gg) - Strahlender Sonnenschein, eine entspannte Atmosphäre, leckerer Wein und Federweißer, duftender Zwiebelkuchen und Besucher satt: Der Bürgerverein Greffen hat sich am Sonntag beim Weinfest am Bürgerhaus über eine gute Resonanz und beste Stimmung gefreut. Zuerst wurde der Kohl verarbeitet und gestampft, parallel ging es zum gemütlichen Teil über. 

Kombination aus Sauerkrautstampfen und Weinfest

Am Greffener Bürgerhaus stampften etliche fleißige Helfer 150 Kilogramm gehobelten Weißkohl. Daraus entsteht jetzt das Sauerkraut, das beim Weihnachtsmarkt verkauft wird.Zum 13. Mal haben die Verantwortlichen des Bürgervereins die Kombination aus Sauerkrautstampfen und Weinfest im Innenhof des Bürgerhauses organisiert. Nach traditioneller Zubereitung wurden 150 Kilogramm Weißkohl – 30 Kilogramm mehr als in den Vorjahren – zuerst klein geschnitten und dann gestampft. 

Die Idee für das Sauerkrautseminar hatte im Jahr 2008 der Leiter des Plattdeutschen Krings in Greffen, Heinrich Krewerth. Während der Bürgervereinsvorsitzende Egbert Heinrichs und etliche Mitglieder unermüdlich die äußeren Blätter und Strünke von den Kohlköpfen entfernten, um sie dann zu vierteln, standen weitere Ehrenamtliche und Besucher aus der Greffener Bürgerschaft an den messerscharfen Sauerkrauthobeln bereit. Sie raspelten die vorbereiteten Kohlstücke in feine Streifen. 

Ab in die Gärbottiche

Für den nächsten Arbeitsgang fanden sich ebenfalls etliche Helfer: Die mit Salz, Wacholderbeeren, Lorbeerblättern und Kümmel gewürzten Krautstreifen mussten in großen Eimern so lange gestampft werden, bis die austretende Flüssigkeit den Weißkohl überdeckte. Zum Abschluss wurde die Masse, Schicht für Schicht, in spezielle Gärbottiche gefüllt. 

In den Deckeln befinden sich kleine Öffnungen, damit die während des wochenlangen Gärprozesses entstehenden Gase entweichen können. Dunkel und kühl gelagert, wird das Kraut bis Dezember verwahrt. Rund 120 Kilogramm feinstes Sauerkraut werden während des Greffener Weihnachtsmarkts am zweiten Adventssonntag über die Verkaufstheke gehen. Die Erfahrung zeigt: Meist ist das selbst hergestellte Sauerkraut aus Greffen in Nullkommanichts ausverkauft. 

Wein von Wilfried und Verena Weinbach mundet

Gut angenommen wurde während des geselligen Miteinanders rund ums Raspeln, Schneiden, Schälen, Stampfen und Pressen und danach die Weinverkostung am Stand von Wilfried und Verena Weinbach vom gleichnamigen Winzerhof. 

Der Weinstand des Winzerhofs Weinbach aus dem 380 Kilometer entfernten Ober-Flörsheim in Rheinhessen war dicht umlagert.380 Kilometer fährt das Winzerehepaar aus Ober-Flörsheim in Rheinhessen jedes Jahr, um beim Weinfest in Greffen dabei zu sein. Und auch am vereinseigenen Backhaus wurde emsig gearbeitet. Die Vereinsbäcker Detlef Becker, Michael Lauhoff und Achim Hinz produzierten Zwiebelkuchen, Rosinen- und Dinkelvollkornbrot, die bei der Käuferschaft direkt reißenden Absatz fanden.

Viel Beifall mit M-Tune und Co.

Reichlich Beifall gab es beim Aktionstag für die Sänger des Chors M-Tune sowie Werner Krieft, Ferdinand Tarner, Heinz Krieft und Ute Beckmann vom Drehorgelensemble Eckpoahlband. Sie bereicherten den Nachmittag gesanglich und musikalisch. Am frühen Abend sorgte Saxophonist Werner Fiedler aus Harsewinkel für eine beschwingte Stimmung. 

Haben im Backhaus Brote und Zwiebelkuchen gebacken: (v. l.) Detlef Becker, Michael Lauhoff und Achim Hinz. Die Backwaren fanden reißenden Absatz.Als es dunkel wurde, kamen die Hits vom Smartphone aus den Boxen. Bis in die Puppen wurde im Innenhof getanzt. Einen großen Dank zollte Egbert Heinrichs allen Helfern, die die Veranstaltung durch ihr Engagement zum Erfolg gemacht haben. „Es war die erste Veranstaltung nach Corona ohne jegliche Einschränkungen. Dabei wurde eine spürbare Lust auf Geselligkeit und Erleben deutlich. Es wurde bis spät in die Nacht zusammengesessen“, sagte der Vorsitzende des Bürgervereins.

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