Camp in Harsewinkel: So schützen Schützen die Umwelt


Das Jugendcamp des Westfälischen Schützenbunds (WSB) ist am Wochenende erstmals ins Harsewinkel aufgeschlagen worden.  

Am Samstagabend gab es einen Fackelumzug durch die Harsewinkeler Innenstadt. Anschließend wurde der Bürgermeisterin ein großes Insekten-Hotel übergeben, das im Stadtpark Bienen und Co. anlocken soll. Fotos: Grund

Harsewinkel (gg) - Das Jugendcamp des Westfälischen Schützenbunds (WSB) ist am Wochenende erstmals ins Harsewinkel aufgeschlagen worden. Rund 200 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 20 Jahren erlebten im Stadtpark ein abwechslungsreiches Wochenende, bei dem der Naturschutz im Mittelpunkt stand. 

Vereinsduell zum Thema Umweltbewusstsein

Unter dem Titel „Umwelt schützen“ standen für die Schützen-Jugend unter anderem der Bau von Insektenhotels, ein Vereinsduell zum Thema Umweltbewusstsein oder ein Natur-Parcours auf dem Programm. 

Jochen Dräger, Kreisjugendleiter des Schützenkreises Gütersloh, hatte sich bereit 2018 für die Ausrichtung des Jugendcamps 2020 beworben. „Schon damals war klar, dass die Mähdrescherstadt mit dem Moddenbachtal und der in direkter Nähe befindlichen Mehrzweckhalle und dem Freibad ein idealer Standort für das Camp sind“, so Dräger. Wegen der Corona-Pause reichte er im Oktober 2021 erneut eine Bewerbung für 2022 ein. Mit Erfolg. 

Auch die  Ehrengarde Greffen unterstützt die Aktion

Ehrung fürs ehrenamtliche Engagement: (v. l.) Gisbert Dubbi, Wolfgang Wannhof und Jochen Dräger.Unterstützung bei der Arbeit vor und hinter den Kulissen gab es von Mitgliedern der Kreisschützenjugend und der Ehrengarde Greffen, die mit rund 15 Mitgliedern unter Leitung von Gisbert Dubbi, Vorsitzender und Sportleiter, vor Ort waren.

Als Dank für den gemeinsamen ehrenamtlichen Einsatz verlieh der Westfälische Schützenbund Jochen Dräger und Gisbert Dubbi jeweils eine Präsidentenplakette in Bronze. 

Teamgeist leben und neue Kontakte knüpfen

Wolfgang Wannhof, seit 2017 Präsident des Gütersloher Schützenkreises, dankte allen Beteiligten für das gelungene Miteinander. Bei dieser Veranstaltung ging es darum, Teamgeist zu leben, bei Spaß und Sport neue Kontakte zu knüpfen und die Umwelt zu schützen. 

Erörtert wird im Nachgang sicherlich noch, warum das Jugendcamp in diesem Jahr so schwach besucht war. In den vergangenen Jahren vor der Pandemie konnten bis zu 500 Teilnehmer verbucht werden. Jochen Dräger vermutete, dass viele Interessierte verreist waren. „So ein Camp in den Sommerferien ist immer ein gewisses Risiko“.

Insektenhotel an Bürgermeisterin übergeben

Eröffnet wurde das Camp am Freitag mit einem gemeinsamen Abendessen, Spielen und Party. Für Musik sorgte das Blasorchester Heimatland Greffen. Am Samstag konnten die Teilnehmer außer den Umweltaktionen das Freibad besuchen, sich beim Kistenklettern versuchen, am Blasrohrschießen oder an einer Betriebsbesichtigung des Landtechnikunternehmens Claas teilnehmen. Auch gab es ein digitales Campkönigsschießen. 

Abends stand ein von Polizei und Ordnungsamt eskortierter Fackelumzug durch die Innenstadt an. Im Anschluss wurde ein 1,50 mal 1,20 Meter großes Insektenhotel an Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide überreicht. Es soll auf der Blumenwiese im Moddenbachtal Bienen und Co. anlocken. Der Sonntag endete mit einem Turnier sowie Badespaß.

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