CDU regt Bienenfutter-Automaten für Harsewinkel an



Die Harsewinkeler Christdemokraten regen die Anschaffung und die Bewirtschaftung von so genannten Bienenfutter-Automaten an.

In anderen Städten stehen sie schon: Ein Mann wirft 20 Cent in den umfunktionierten Kaugummiautomaten „Gifhorn blüht auf“. Bürger können so etwas gegen das Insektensterben tun und dafür sorgen, dass die Stadt grüner und bunter wird. Die CDU regt das auch für Harsewinkel an. Foto: dpa/Swen Pförtner

Harsewinkel (gl/jau) - Mehrere Anträge hat die CDU-Fraktion ins Rathaus geschickt. Einer davon: Die Harsewinkeler Christdemokraten regen in Zusammenarbeit mit der Umweltgruppe der Lokalen Agenda die Anschaffung und die Bewirtschaftung von so genannten Bienenfutter-Automaten an – und zwar an jeweils einem Standort pro Ortsteil. 

Bundesweit gibt es die Automaten in verschiedenen Orten

Die Stadtverwaltung solle das Ganze prüfen und dann zur Abstimmung stellen. Die Antragsteller – Fraktionssprecherin Dr. Angelika Wensing und Ratsherr Frank Wesselmann – begründen ihren Vorstoß so: „Bienenfutter aus umgebauten Kaugummiautomaten gibt es inzwischen bundesweit in verschiedenen Orten. 2019 startete in Dortmund das erste derartige Projekt. Ziel der Aktion ist es, mehr Blütenvielfalt für heimische Insekten zu schaffen und dem Schutz der biologischen Vielfalt in Siedlungsgebieten zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen. Wichtig ist uns in diesem Zusammenhang, dass von Beginn an die Zusammenarbeit mit der Lokalen Agenda oder anderen ehrenamtlichen Organisationen gesucht wird, um den Betrieb der Automaten durch Patenschaften zu gewährleisten.“ 

Das Prinzip ist ganz einfach: Ausgediente Kaugummiautomaten werden umfunktioniert. Statt Kaugummis können Interessierte dort für ein paar Cent Blumensamen ziehen. „Vielleicht auch die Harsewinkeler Mischung der Lokalen Agenda“, schlug Frank Wesselmann schon in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses vor. 

CDU beantragt außerdem ein barrierefreies WC auf dem Heimathof

Außerdem beantragten die Harsewinkeler Christdemokraten, dass die Verwaltung Pläne für die Installation einer barrierefreien WC-Anlage auf dem Heimathof erarbeiten soll. Diese sollen, wenn es nach der CDU geht, zeitnah im Planungs- und Bauausschuss vorgestellt werden. Fraktionssprecherin Angelika Wensing und Ratsherr Dieter Berheide schreiben in ihrem Antrag: „Unser Heimathof ist nach der Sanierung und Neugestaltung ein wahres Schmuckstück geworden. Er wird sich zum Veranstaltungsort und Treffpunkt entwickeln. Und da dürfen barrierefreie WC-Anlagen nicht fehlen. Ein Lösungsansatz könnte die Installation einer Containerlösung auf der Rückseite des Spiekers sein, die man mit einfachen Mitteln optisch aufwerten und so in das Bild integrieren könnte.“

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