Chor Canta filia präsentiert klingende Musikgeschichte  


Mit einem Programm von reichhaltiger Fülle und Dichte und Stimmen mit großer Fülle und Eleganz hat der Chor Canta filia überzeugt.

Mit ihren Gesängen brachte der Chor in einem Programm von reichhaltiger Fülle und Dichte nicht nur anderthalb Stunden lang ihre Wertschätzung für „Maria im Sternenkleid“ zum Ausdruck, sondern lieferte obendrein noch eine kompakte, sehr sinnfällige, sich über 800 Jahre erstreckende klingende Musikgeschichte. Foto: Heumüller

Marienfeld (heu) - Zisterzienserabteikirchen sind immer der Gottesmutter Maria geweiht. So auch die Kirche des im Jahr 1185 durch Mönche aus Hardehausen gegründeten Klosters Marienfeld. Nach einer für die damaligen Verhältnisse Rekordzeit von nur 37 Jahren wurde das Gotteshaus am 4. November 1222 geweiht. Was also hätte nähergelegen, als im Jubiläumsjahr ein Konzert ausschließlich mit marianischen Gesängen exklusiv für Frauenstimmen zu gestalten?

Und bei der Auswahl nach einer dafür geeigneten Vokalformation brauchte der Konzertveranstalter, das Netzwerk Klosterlandschaft Ostwestfalen-Lippe, sich nicht lange auf die Suche zu machen, um mit dem seit 30 Jahren in der Region beheimateten Vokalensemble „Canta filia“ eine ideale Besetzung zu finden.

Ein Programm von reichhaltiger Fülle und Dichte

Canta filia, das sind Felicitas Jacobsen, Elisabeth Schnippe und Eva Thalmann, Sopran, Heidi Bogena und die Leiterin des Ensembles Barbara Grohmann-Kraaz, Mezzosopran, sowie Miriam Bonefeld, Beate Ramisch und Petra von Laer, Alt. Mit ihren Gesängen brachten sie in einem Programm von reichhaltiger Fülle und Dichte nicht nur anderthalb Stunden lang ihre Wertschätzung für „Maria im Sternenkleid“ zum Ausdruck, sondern lieferten obendrein noch eine kompakte, sehr sinnfällige, sich über 800 Jahre erstreckende klingende Musikgeschichte.

Das Programm war in vier Abschnitte mit jeweils repräsentativen Werken für eine große Kunstepoche von der Romanik bis in die Neuzeit aufgefächert, in denen mit Orlando di Lasso, Hildegard von Bingen, Josquin Desprez und Jean- Francois Dandrieu, mit Giovanni Pierluigi da Palestrina, mit Mozart oder Bach, mit Antonio Lotti, Flor Peeters, Edvard Grieg oder Maurice Duruflé kaum ein musikalisches Schwergewicht aus der jeweiligen Epoche fehlte. Rainer Schnippe an der Patroclus-Möller-Orgel setzte dabei die retardierenden Zäsuren.

Stimmen mit großer Fülle und Eleganz

Getragen durch die Akustik des romanischen Kirchbaus, schwebten die mit größer Fülle und Eleganz ausgestatteten Stimmen bis in seinen äußersten Winkel und zogen die wie gebannt zuhörenden Konzertbesucher vom ersten Moment an in ihren Bann. Die gespannt konzentrierte Stille über die gesamte Konzertdauer hinweg verdeutlichte es eindrucksvoll. Prädikat: besonders wertvoll.

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