Ein Rundgang durch das neue Marienfelder Clubheim



Schwarz-Weiß Marienfeld lädt für Sonntag, 24. Oktober, zum Rundgang durchs neue Clubheim ein. „Die Glocke“ hat sich dort vorab umgeschaut.

Am verlängerten Tresen im Clubheim: Der Vorsitzende von Schwarz-Weiß Marienfeld, Jürgen Garnschröder, ist froh, dass die Bauarbeiten abgeschlossen sind. Jetzt lädt er alle Interessierten für Sonntag, 24. Oktober, zum Tag der offenen Tür ein. Foto: Aundrup

Marienfeld (jau) - Jürgen Garnschröder sitzt im neuen Vereinsheim von Schwarz-Weiß Marienfeld. Er lächelt zufrieden. „Das ist das Herzstück unseres Clubs“, sagt der Vorsitzende des Sportvereins. Etwas Stolz schwingt in diesem Satz mit. Schließlich haben 101 Helfer aus den Reihen des Vereins insgesamt 1775 Arbeitsstunden in den Umbau investiert. Ehrenamtlich wohlgemerkt. 

Der harte Kern hat den Großteil gestemmt

Nachher: kein Vergleich zu vorher. Das Herzstück des Clubhauses wirkt offen und modern.Der harte Kern hat in der einjährigen Bauphase davon mehr als 1000 Stunden gestemmt. Dazu gehörten Rainer Standke, Thomas Krieft und Jürgen Garnschröder vom Vorstand, Stefan Kisse (Lauf- und Radsportgruppe) sowie Klemens und Christian Tieckmann von der Fußballabteilung. „Der Umbau hat uns noch mehr zusammengeschweißt“, berichtet der Vorsitzende, der sich freut, dass viele Sportler tatkräftig mitangepackt haben – unter anderem bei der Entkernung: „Durch die ganze Man-Power, die wir hier hineingesteckt haben, identifiziert man sich noch viel mehr mit unserer Sportanlage.“

Erste Überlegungen schon 2015

Heimspiel: Der Förderkreis Fußball von Schwarz-Weiß Marienfeld hat 5000 Euro für die Einrichtung der großzügig gestalteten Heimkabine übernommen.Schon 2015 gab es gemeinsam mit Architekt Norbert Ströer die ersten Überlegungen, das Clubheim am Ruggebusch zeitgemäß zu gestalten. Damals noch unter dem Vorsitzenden Karl-Heinz Westbeld. Schon damals gab es den Wunsch nach insgesamt sechs Umkleidekabinen plus zwei Räumen für die Schiedsrichter. Auch ein Behinderten-WC und ein Büro waren im Gespräch. 

Als Jürgen Garnschröder dann 2016 den Vorsitz übernahm, suchte er zeitnah erneut das Gespräch mit der Stadt. Seinerzeit hieß es, dass solch ein umfangreicher Umbau wohl keine Aussicht auf Erfolg habe. In Aussicht gestellt wurde eine Renovierung in kleinen Schritten. Der Vorsitzende blieb aber hartnäckig am Ball. Nach einem Ortstermin war klar: Die Toiletten sind marode, die Türrahmen durchgerostet und die Kabinen voller Schimmel. 

Baustart am 30. August 2019

Am Ende wurde eine Lösung gefunden: Die Stadt stellt den Betrag X – in diesem Fall 585.000 Euro – zur Verfügung, der Rest muss durch Eigenleistung erbracht werden. Am 30. August 2019 konnten die Bauarbeiten starten, am 12. August 2020 war alles fertig. „Das ist schon gut gelaufen“, sagt der Vorsitzende.

Die Marienfelder Firma Eggersmann übernahm die Bauarbeiten der Kabinen. Im Vereinsheim musste der Club selbst Hand anlegen. 

Bauleiter erstellt Wochenplan für ehrenamtliche Helfer

Bauleiter Ralf Elgner (Eggersmann) erstellte den Sportlern immer einen Wochenplan, was wann und wo zu tun ist. So lief alles wie am Schnürchen. 

Die neuen Duschen spülen alle 24 Stunden automatisch – zum Schutz vor Legionellen.Auch finanziell gab es eine Punktlandung. Die Stadt musste für die Bauarbeiten 584.200 Euro statt der zuvor veranschlagten 585.000 Euro zahlen. In diesem Jahr gab es noch mal 11 000 Euro für die Einrichtung der Kabinen von der Stadt. An Spenden sind rund 20.000 Euro zusammengekommen. 15.000 Euro musste Schwarz-Weiß aus der Vereinskasse nehmen. Der Förderkreis Fußball von Schwarz-Weiß übernahm außerdem 5000 Euro für die Einrichtung der Heimkabine. 

Tag der offenen Tür am Sonntag

Wer sich selbst ein Bild von den neuen Räumen machen möchte, hat dazu – wie berichtet – am Sonntag, 24. Oktober, von 11 bis 17 Uhr beim Tag der offenen Tür die Gelegenheit. Im Clubheim gilt die 3G-Regel. Ein Nachweis ist erforderlich. Für Essen und Getränke ist gesorgt.

Jetzt gibt es auch einen Raum fürs Archiv

Im Archiv bewahrt der Verein unter anderem alte Karteikästchen und diverse Ordner auf.Jürgen Garnschröder geht durch die neuen Räumlichkeiten, in denen jetzt unter anderem auch ein Archiv untergebracht werden konnte. Hier und da fehlen noch Bilder, ansonsten ist alles schick im Clubheim. I

m Flur hängen alte Schwarz-Weiß-Aufnahmen – auch von der ersten Fußballmannschaft aus dem Jahr 1930. Damals, als Schwarz-Weiß Marienfeld noch DJK Marienfeld hieß. 

Nur 20 Austritte im Corona-Jahr

Und hat der Verein stark unter den Corona-Einschränkungen gelitten? „Wir hatten in dem Jahr weniger als 20 Austritte“, berichtet der Vorsitzende, dessen Verein rund 1280 Mitglieder zählt. Die größte Abteilung ist Gymnastik und Fitness, gefolgt von Fußball und der Laufgruppe. 

Neu gegründet wurde die Darts-Abteilung. Und seit 2020 gibt es auch eine Radsportgruppe. „Stressig war im Corona-Jahr, dass wir auf immer neue Vorgaben reagieren mussten. Der Bau war zwar körperlich anstrengend, aber wir haben gesehen, dass es vorwärts geht“, so Garnschröder. Was er bedauert: Das 90-jährige Bestehen konnte 2020 wegen der Pandemie nicht gefeiert werden.

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