„Frau Re“: Akustik trübt Konzerterlebnis in Harsewinkel


Weil in der St.-Paulus-Kirche die Heizung ausfiel, fand das Konzert von „Frau Re“ in der St.-Lucia-Kirche statt - auf Kosten der Akustik.

Das einmalige Bandprojekt „Frau Re“ trotzte den widrigen Umständen in der hallenden St.-Lucia-Kiche. Foto: Cubick

Harsewinkel (joe) - Was lange währt, wird endlich gut, weiß der Volksmund. Und das galt allemal für das Bandprojekt „Frau Re“. Schon für Ende 2019 geplant, konnte das Sextett am Sonntagnachmittag im Rahmen von Christuskirche creativ endlich auftreten. 

Volles Haus mit 200 Zuhörern

Allerdings in der St.-Lucia-Kirche, was alles andere als optimal war. Denn für derartige Konzerte eignet sich das Gotteshaus nicht, hallt es doch sehr. Im Vorfeld hatten sich die Veranstalter um Ludger Ströker ein volles Haus gewünscht, und mit mehr als 200 Zuhörern waren sie denn auch mehr als zufrieden. 

Die Musiker Renate Bröskamp, Frauke Majewski, beide Gesang, Werner Runge, Gitarre, Daniel Thüte am Schlagzeug, Elmar Jennen, Keyboard, sowie Benjamin Vosshand am Kontrabass gaben alles, damit es ein unterhaltsamer, kurzweiliger Nachmittag wurde. Das war sicherlich nicht einfach. „Wir haben erst vor zwei Tagen erfahren, dass wir hier spielen müssen“, erzählte Renate Bröskamp. 

„Das hier ist eigentlich eine Katastrophe“

In der St.-Paulus-Kirche hatte es einen Heizungsschaden gegeben, sodass kurzfristig umdisponiert werden musste. „Es geht so gerade noch, wir können uns einigermaßen hören“, meinte die Frontfrau. In die gleiche Kerbe schlug Malte Schön, der für die Technik zuständig war. „Das hier ist eigentlich eine Katastrophe“, sagte er. Musikpuristen kamen eher nicht auf ihre Kosten. „Wir wissen seit 50 Jahren, dass es hier viel hallt“, ergänzte Ludger Ströker schmunzelnd. 

Zum etwa einstündigen Programm gehörten Lieder aus dem Pop wie „Turn Your Radio On“, „Streets Of London“, Son Of A Preacherman“ oder auch John Lennons „Imagine“. Die Band sei als einmaliges Projekt geplant und das solle wohl auch so bleiben, erklärte Renate Bröskamp. „Ich habe meine Freundin Frauke damals dreimal zum Frühstück eingeladen und sie überreden können, dass wir das machen“, schilderte sie. Gelohnt hat sich das allemal, wenn es auch eine einmalige Angelegenheit bleibt.

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