Harlekin hilft bei der Werbung für Wilhalm


Die ehemalige Gaststätte Wilhalm im Harsewinkeler Stadtkern soll ein Ort der Begegnung sein. Nun machte auch Harlekin Werbung dafür.

Aus dem ehemaligen Gasthof Wilhalm soll ein Dritter Ort werden. Die städtische Kulturbeauftragte Mira van Leewen lädt zu Rundgängen im Gebäude der ehemaligen Schankwirtschaft ein. Ziel ist es, durch eine gemeinsame, wirkungsorientierte Mitgestaltung künftig Kultur, Unterhaltung, Bildung und Begegnung zu etablieren. Bei der Werbeaktion war am Samstagvormittag auch Harlekin Sabrina Kohl aus Bergkamen als Walking Act dabei.

Harsewinkel (gg) - Schnupperzeit im geplanten Kulturort: Der Harlekin, in der Geschichte als eine Art schlagfertiger Hofnarr mit spitzer Zunge und spöttischen Ausdrucksweisen verankert, hat am Samstag der Harsewinkeler Kulturbeauftragten Mira van Leewen (35) auf dem Wochenmarkt zur Seite gestanden.

Zusammen machten sie auf das Angebot „Schnupperzeit im neuen Kulturort Wilhalm“ aufmerksam. Wer Interesse hat, sich im ehemaligen Traditionsgasthaus an der Dr.-Pieke-Straße 2 umzusehen und Ideen hat, wie der einst älteste Gasthof der Stadt zu einem neuen Kultur- und Veranstaltungsmittelpunkt werden kann, der ist ab Samstag, 28. August, zu den wöchentlich stattfindenden Rundgängen im Haus Wilhalm eingeladen. Anmeldungen sind über die Internetseite der Stadt möglich. 

„Wie der Harlekin kann auch der Wilhalm alles sein. Jetzt, wo die ehemalige Gaststätte ein Kultur- und Begegnungsort für Harsewinkel werden soll, wird er sich verändern. Deshalb sind alle Bürger dazu einladen, diesen Prozess mitzugestalten“, so Mira van Leewen. Die studierte Kunstwissenschaftlerin, gebürtig aus Kleve, ist seit dem 1. Juni als Kulturbeauftragte bei der Stadt Harsewinkel tätig. 

Schwerpunkt ist das Vorantreiben des Dritte-Ort-Projekts

Außer Planungen und Organisationen von Ausstellungen und Musik- und Literaturveranstaltungen, unter anderem in Dortmund, sowie Einsätzen als Kulturvermittlerin in Frankreich, Ungarn und Österreich, war sie vor ihrem Amtsantritt in Harsewinkel am Landesmuseum Koblenz beschäftigt. Einer ihrer neuen Schwerpunktaufgaben in der Mähdrescherstadt ist das Vorantreiben und die Weiterentwicklung des Dritte-Ort-Projekts Wilhalm. 

Um sich einen Eindruck von den Räumlichkeiten und dem Gebäude zu verschaffen, bietet die Kulturbeauftragte Schnupperzeiten im Wilhalm an. Ihr sei wichtig, zu betonen, dass man trotz der schwierigen Coronazeit die Planungen fortgeführt habe. „Es soll auf jeden Fall mit der Gestaltung weitergehen.“ 

Ideen werden gesammelt

Während der Rundgänge durch den ehemaligen Gasthof, der bis März 2019 mehr als 50 Jahre lang vom Wirtepaar Achim und Heidemarie Wilhalm bewirtschaftet wurde, werden die Besucher von ehrenamtliche Mitgliedern des Teams Wilhalm begleitet. Dabei können nicht nur die bisherigen Modernisierungsarbeiten in Augenschein genommen werden, sondern auch Ideen und Anregungen für ein Nutzungskonzept rund um kulturelle Vielfalt mitgeteilt werden. 

Zahlreiche Vereine wie der Kultur- und Bildungsverein (Kubi) und Sängerkreise, aber auch Tanzgruppen und die Volkshochschule (VHS), haben bereits Interessen für langfristige Nutzungen bekundet. „Zudem haben wir bereits Nutzer, die schon fest mit an Bord sind“, so Mira van Leewen. Damit auch die junge Generation in den Gestaltungsprozess einbezogen wird, plant die Kulturbeauftragte, Kinder und Jugendliche einzuladen. „Der Wilhalm soll ja nicht nur ein Kultur- sondern auch ein Bildungsort werden.“

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