In Harsewinkel gibt es jetzt Generationen-Parkplätze


Wer mit seinem Wagen auf den Harsewinkeler Rathausplatz fährt, fällt gleich etwas auf: Es gibt nun zwei Mehrgenerationen-Parkplätze.

Neu geschaffen wurden zwei Generationen-Parkplätze auf dem Rathaus-Parkplatz.

Harsewinkel (gl) - Wer mit seinem Wagen auf den Harsewinkeler Rathausplatz fährt, dem fallen die neuen Stellplätze direkt ins Auge: Vor dem Büro der Stadtwerke Harsewinkel gibt es nun zwei Mehrgenerationen-Parkplätze. 

Bauhof richtet neue Stellplätze ein

Dafür hat sich der Planungs- und Bauausschuss bereits Mitte März ausgesprochen. Jetzt wurden die beiden Stellplätze vom städtischen Bauhof eingerichtet. 

Zwei große Piktogramme und zwei nicht zu übersehende Schilder weisen auf diese besonderen Parkplätze hin. 

Eine Anregung der Mittwochs-Krabbelgruppe

Die Anregung dazu kam bereits Anfang des Jahres unter anderem von der Mittwochs-Krabbelgruppe. Aus diesem Kreis wurde der Wunsch laut, dass gesondert ausgezeichnete und größere Parkplätze für „Eltern mit Kindern“ sowie „Menschen mit Rollatoren“ im Zentrum geschaffen werden. 

Von der Politik wurde die Verwaltung daraufhin damit beauftragt, beim Straßenverkehrsamt für den Rathausvorplatz die Umwandlung von drei Parkplätzen zu zwei Generationen-Parkplätzen zu beantragen. Und dafür gab es grünes Licht, so dass der Bauhof tätig werden konnte. 

Für diese Personen sind die neuen Parkplätze gedacht

Und für wen genau sind diese Stellflächen gedacht? Antworten darauf gibt die städtische Fachgruppenleiterin Tiefbau/Städtische Betriebe, Esther Beckmann-Jahrsen. Ganz einfach: Eltern mit Kindern, weil die größer dimensionierten Stellplätze das Ein- und Aussteigen erleichtern. Und: Menschen mit Rollatoren, die deutlich in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und beim Ein- und Aussteigen ein erhöhtes Platzbedürfnis haben.

 Hinzu kommt, dass dieser Personenkreis häufig nicht auf einem Behindertenparkplatz parken darf, da die Bürger mit Rollatoren oftmals nicht die Voraussetzungen für einen blauen EU-Parkausweis (Schwerbehindertenausweis) erfüllen. Kurzum: In ihrer Mobilität eingeschränkte Personen dürfen ihr Auto auf den Mehrgenerationen-Parkplätzen parken. 

Aus drei Parkplätzen werden zwei breitere

Und so wurden vor wenigen Tagen aus den drei Parkplätzen mit jeweils einer Breite von 2,50 Metern zwei Parkplätze, die nun jeweils 3,75 Meter breit sind. 

Esther Beckmann-Jahrsen hofft  in diesem Zusammenhang auch auf die freiwillige Akzeptanz der Verkehrsteilnehmer. Sprich: Wer nicht mit Kindern oder Rollator unterwegs ist, sollte die besonders mit Zusatzschildern ausgewiesenen Parkplätze für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, freihalten – eine Bitte der Stadtverwaltung.

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