Konzerte  im Harsewinkeler Jazzkotten unter 2G?


Das Team des Farmhouse-Jazzclubs hat beim letzten Konzert auch von einer Umfrage in eigener Sache berichtet. Abgefragt wird, ob 2G-Bedingungen gewünscht sind.

Das Jean-Philippe-Bordier-Quartett hat am Wochenende seine Visitenkarte im Harsewinkeler Jazzclub abgegeben. Foto: Poetter

Harsewinkel (upk) - Von der Seine an die Hessel: Am Wochenende hat das zum festen Bestandteil der Pariser Jazzszene gehörende Jean-Philippe-Bordier-Quartett seine Visitenkarte im Jazzclub abgegeben. Harmonische  Musik, die nicht nur im besten Sinne unterhaltsam, sondern auch cool dahergekommen ist.

Die Besucher der Matinee sparten nicht mit Beifall. Einen Hinweis zum Wohnort der vier Musiker lieferte gleich der erste Titel „Paris-Frankfort“. Während Bandleader und Gitarrist Jean-Philippe Bordier, Guillaume Naud (Orgel) und Pascal Bivalski (Vibraphon) in der französischen Hauptstadt zu Hause sind, kommt Schlagzeuger Andreas Neubauer aus Frankfurt/Main. „2009 habe ich eine Luftveränderung gesucht, bin nach Paris gezogen und habe dort rund zwei Jahre später Jean-Philippe Bordier kennengelernt“, erzählt Neubauer. 

2012 wurde die erste gemeinsame CD aufgenommen

2012 wurde die erste gemeinsame CD aufgenommen. Obwohl der Schlagzeuger mittlerweile wieder in Frankfurt lebt, sind die Kontakte zur Band nach wie vor eng. „Die vierte CD ist in Vorbereitung“, so der Musiker. Mit brandneuen Stücken, die auch am Sonntag im Jazzgarten gespielt wurden. Außerdem geht das Jean-Philippe-Bordier-Quartett regelmäßig in Deutschland auf Tour.

Zwei Tage zuvor Worms, am Wochenende Harsewinkel und im Anschluss an das aktuelle Konzert noch ein abendlicher Auftritt in Essen. Egal: „Wir sind froh, dass wir wieder live unterwegs sind“, sagt Neubauer. Worte, die in diesem Sommer von allen Bands zu hören waren. Präsentiert wurden nicht nur Jazzstandards, sondern auch eine Vielzahl von Eigenkompositionen des Bandleaders – darunter Titel wie „Cotton Tail“, „African Bolero“, „Soul Blues“ und „Funky Groove“. Stücke, die sich stilistisch aus der Tradition eines Wes Mongomery über George Benson bis zu den „Rare-Grooves“ genannten Mischungen aus Jazz, Funk und R & B speisen. Engagiert servierte Musik in drei Sets mit fünf Titeln, einige davon mit Wiedererkennungswert, die beim Publikum gut ankamen.

Umfrage in eigener Sache

Eine Umfrage in eigener Sache hatte der Farmhouse-Jazzclub auch zu bieten. Wenn die Sommerkonzertreihe am 25. und 26. September ausklingt, stellt sich für den Vorstand die Frage, wie es weitergeht. Sind die Gäste bereit, auch Konzerte im Kotten zu besuchen? Und zwar unter 2G-Bedingungen. „Wir werden die Umfrage auswerten und dann entscheiden“, so Vorstandsmitglied Peter Oestersötebier.

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