Neue Ausstellung in Harsewinkeler Stadtbücherei



Ab Freitag geht es in der St. Lucia Bücherei „Querbeet“ zu. Dafür sorgt der Künstler Bernd Schnieder.

Bernd Schnieder vor seiner Interpretation von Leonardo Da Vinci – festgehalten als Stencil in einer Spraytechnik. Diese bevorzugt er vor der Drucktechnik, da er so die Arbeit besser nach seinen Vorstellungen ausführen kann und nicht spiegelverkehrt denken muss. Foto: Klotz

Harsewinkel (gl) - Vor seiner Pension hat der ehemalige Polizist Bernd Schnieder in seiner Kunst verarbeitet, was er im Dienst erlebt hat. „Vieles war schwarz oder grau und negativ behaftet“, erklärt der in Coesfeld geborene Künstler. 

Inspirationen aus dem direkten Umfeld

Mittlerweile geht es in seinen Werken etwas bunter zu, auch wenn er sich seine Inspirationen häufig aus dem aktuellen Weltgeschehen holt – zuletzt hat er den Ukraine-Krieg auf einer Atlaskarte festgehalten.

Seine Bilder stellt Schnieder ab Freitag, 25. November, in der Stadtbücherei St. Lucia in Harsewinkel aus. Los geht es mit einer Vernissage um 19 Uhr; die Ausstellung dauert bis zum 6. Januar an. Mindestens 14 Stücke soll die 61. Ausstellung, die das Team des Kubi ausrichtet, umfassen – so viele Lichtschächte bietet die Stadtbücherei.

Mutter als größte Kritikerin

Der Künstler bezeichnet sich als Autodidakt, allerdings angetrieben durch seine Mutter: „Sie hat mir häufig Blumen und andere Dinge aus dem Wald mitgebracht und mich diese dann zeichnen lassen. Dabei war meine Mutter nie wirklich zufrieden und hat mich weiter üben lassen“, sagt Bernd Schnieder mit einem Lächeln. 

Die Kunst begleitet ihn schon sein ganzes Leben. Am liebsten arbeitet er mit Pinsel-, Spray- und Spachteltechniken: „Damit kann ich den Werken genau den Schliff verpassen, den ich mir vorstelle und muss nicht, wie zum Beispiel beim Druck, spiegelverkehrt arbeiten.“

Stellte zuletzt in Bochum aus

Zwei seiner Werke, die ab Freitag in Harsewinkel gezeigt werden, stellte Bernd Schnieder auch bei einer Ausstellung der anderen Art am Flughafen Köln-Bonn aus. „Dort wurden die Parkhäuser gemietet. 

Besucher mussten nur die Parkgebühr zahlen und konnten dann an den Ausstellungsstücken vorbeifahren. Eine schöne Erfahrung.“ Zuletzt stellte Schnieder in Bochum aus.

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